Galateri löst Maranghi ab: Machtkampf um die mächtige Mediobanca

Galateri löst Maranghi ab
Machtkampf um die mächtige Mediobanca

Der Chef des mächtigen Mailänder Bankhauses Mediobanca, Vincenzo Maranghi, ist von seinem Amt zurückgetreten. Als Nachfolger des langjährigen Vorstandschefs sei der Top-Manager und ehemalige Vorstandschef des Fiat-Konzerns Gabriele Galateri berufen worden, berichtete die italienische Zeitung "Il Sole 24 Ore" am Dienstag.

HB/dpa ROM. Hintergrund des Machtwechsels an der Spitze des Finanzinstituts ist ein seit Wochen andauernder Kampf zwischen italienischen Großbanken und Maranghi um die Vorherrschaft bei Italiens größter Investmentbank.

Haupt-Gegenspieler von Maranghi ist der Chef der Großbank Unicredito, Alessandro Profumo. Der hatte seit geraumer Zeit einen Banken-Pool um sich geschart, der systematisch seine Anteile am Versicherungsriesen Generali aufgestockt hatte. Die Mediobanca hält seit Jahren fast 14 % an Generali und waltete lange Zeit wie ein Alleinherrscher über das Unternehmen. "Maranghi will seit jeher die absolute Macht", werfen Kritiker dem Bankier vor.

Ziel des Aktien-Kaufs unter Führung von Profumo war es, Maranghi zum Rücktritt zu bewegen. "Die Generali soll wieder eine italienische Führung bekommen, die die neuen Aktionäre zufrieden stellt und den Konzern aus den Fängen der Mediobanca befreit", hieß es bereits im März mit Blick auf den französischen Generali-Präsidenten Antoine Bernheim.

Jetzt entschieden die Großaktionäre der Mediobanca, dass es Zeit für eine Neuordnung des Bankhauses ist. Gabriele Galateri soll am kommenden Montag im Rahmen einer Verwaltungsratssitzung formell sein neues Amt übernehmen. Der 56-Jährige war im vergangenen Dezember nach nur sechs Monaten Amtszeit von seinem Posten als Vorstandschef des angeschlagenen Fiat-Konzerns ausgeschieden und seitdem als Chef der Fiat-Finanzholding Ifi tätig.

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