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Galgenfrist für Rothenbaum-Turnier

Hamburg (dpa) - Der Rothenbaum hat noch eine Galgenfrist. Am 18. Juni muss der Deutsche Tennis Bund (DTB) entscheiden, ob er seine Top-Turniere in Hamburg und Berlin retten kann.

Hamburg (dpa) - Der Rothenbaum hat noch eine Galgenfrist. Am 18. Juni muss der Deutsche Tennis Bund (DTB) entscheiden, ob er seine Top-Turniere in Hamburg und Berlin retten kann.

Es geht um rund eineinhalb Millionen Euro Verlust, die der Verband allein in diesem Jahr mit den beiden Veranstaltungen gemacht hat und die er sich ein weiteres Mal keinesfalls mehr leisten kann.

«Wir kämpfen um beide Turniere und wollen sie mit aller Macht retten», sagte Georg von Waldenfels. Vier Tage vor der Richtung weisenden Sitzung des Bundesausschusses und der Gesellschafterversammlung in Hamburg verbreitet der DTB-Präsident Optimismus. «Ich bin überzeugt, dass wir das hinbekommen.» Mit Hochdruck werde momentan verhandelt, mit großen und kleinen Geldgebern. Denn Zuschüsse aus öffentlichen Kassen wird es nicht mehr geben. «Da können wir nichts erwarten», sagte von Waldenfels.

Die Hoffnungen auf einen Titelsponsor für den Rothenbaum haben sich bislang alle zerschlagen. «Mir ist es aber auch egal, wenn wir statt eines großen Sponsors zehn kleinere haben.» Als Faustpfand kann der Jurist aus München die Planungen für einen Umzug an den Hamburger Stadtrand in die Verhandlungen einbringen. Der von Bürgermeister Ole von Beust in die Diskussion gebrachte Sportpark neben der «AOL-Arena» ist zwar längst noch nicht beschlossen, doch als Planspiel allgegenwärtig.

«Es ist ein Kampf mit letztem Einsatz», betonte von Waldenfels. Nach Monaten, in denen er immer wieder den Verkauf insbesondere des Masters-Turniers am Rothenbaum angedroht hat, will der einstige bayerische Finanzminister den Fortbestand des «DTB-Filetstücks» sichern. Amtsmüde fühlt sich der 59-Jährige nicht, auch wenn er die Geschäfte im kommenden Jahr in die Hände eines hauptamtlichen Präsidenten legen möchte. Wenn sich der Verband allerdings nicht zur Einführung der Hauptamtlichkeit entschließen kann, und ihn die Landesverbände noch wollen, könnte er sich auch eine weitere Regentschaft vorstellen, sagte von Waldenfels.

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