Gameboy-Spiele verkaufen sich schleppend
Swing hat Geldsorgen

Der Computerspieleentwickler Swing! Entertainment hat wegen überfälliger Forderungen und erheblichen Produktverschiebungen derzeit Liquiditätssorgen.

Reuters KAARST. Die Liquidität der Gesellschaft müsse als angespannt angesehen werden, teilte die am Neuen Markt gelistete Swing! Entertainment am Freitag mit.

Zum 31. März hätten die liquiden Mittel 74.990 Euro betragen, zum 29. Mai 410.165 Euro. Maßgeblich hierfür seien schleppende Softwareverkäufe für den Nintendo Gameboy Advance, die weit unter den Markterwartungen liegen würden. Hinzu kämen ausbleibende Nachbestellungen für bereits veröffentlichte Produkte und die Einstellung eines Projektes. Dadurch seien außerplanmäßige Abschreibungen auf immaterielle Wirtschaftsgüter in Höhe von fast zwei Millionen Euro entstanden und die Herstellungskosten erheblich gestiegen

.

In den ersten neun Monate des laufenden Geschäftsjahres 2001/2002 sei der Umsatz um 21 Prozent auf 9,39 Millionen Euro gefallen. Der Verlust vor Steuern und Zinsen betrage rund 1,8 Millionen Euro nach einem Gewinn von 1,15 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum. Besonders das dritte Quartal habe erheblich unter den Erwartungen gelegen.

Langfristig erwartet die Gesellschaft aber einen nachhaltig positiven Geschäftsverlauf. Im Juni und Juli sei durch neue Produktauslieferungen mit Geldeingängen in Höhe von insgesamt 1,4 Millionen Euro zu rechnen.

Anfang Mai hatte die Firma bereits angekündigt, im laufenden Jahr voraussichtlich in die Verlustzone zu rutschen. Die Aktie von Swing gab bis zum frühen Abend um rund sechs Prozent auf 0,84 Euro nach.

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