Gang an den Neuen Markt ist für November geplant
Royalty Pharma will Anleger am Erfolg von Medikamenten beteiligen

HB ZÜRICH. Mit einem für Europa neuartigen Geschäftsmodell geht die Royalty Pharma AG im November an den Frankfurter Neuen Markt. Die Gesellschaft mit Sitz im Schweizer Schaffhausen und Hauptverwaltung in New York erwirbt Lizenzen von Pharma- und Biotechnologieprodukten. Dadurch sichert sich die 1996 gegründete Gesellschaft einen Anteil am erzielten Umsatz.

Durch das Lizenz-Portfolio können sich die künftigen Aktionäre von Royalty Pharma an den Erfolgen von Medikamenten beteiligen. Als einzige Gesellschaft mit einem vergleichbaren Geschäftsmodell ist bisher nur die kanadische Drug Royalty Corporation an der Börse von Toronto notiert. Ken Beiser, für den Börsengang von Royalty Pharma bei WestLB Panmure zuständig, grenzte das Platzierungsvolumen auf 120 Mill. bis 140 Mill. EUR ein. Die WestLB teilt sich die Konsortialführung mit UBS Warburg.

Beide Institute haben den Gang an den Frankfurter Neuen Markt empfohlen, erklärten Pablo Legorreta und David Madden von Royalty Pharma gegenüber dem Handelsblatt. Ausschlaggebend hierfür waren die Größe und vor allem Liquidität des Neuen Marktes, bestätigte Beiser. Der Neue-Markt-Kandidat schreibt seit der Gründung 1996 schwarze Zahlen. 1999 stieg der Umsatz um 70 % auf 19,3 Mill. $. Der Reingewinn konnte um 87 % auf 9,4 Mill. $ verbessert werden. Royalty Pharma besitzt gegenwärtig Lizenzrechte an acht Medikamenten. Vertragspartner sind Roche, Novartis, Eli Lilly oder Amgen.

Als Gesellschaft Schweizer Rechts wird Royalty Pharma Aktien mit einem Nennwert von 10 sfr platzieren. Vom Emissionsvolumen stehen 60 % für die Akquisition neuer Rechte zur Verfügung. Die restlichen 40 % sind für die Ablösung von Fremdmitteln eingeplant.

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