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Ganz schön persönlich!

Das Internet wird persönlich. Um aber auf die individuellen Bedürfnisse zugeschnittene Informationen anbieten zu können, so Telekom-Dienstleister Dr. Winfried Materna (Foto), sind Personalisierungs-Tools notwendig.

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Die Logik hinter personalisierten Informationen und Diensten im Internet ist einfach: Durch Zugreifen auf die Web-Site oder ein einmaliges Einloggen erkennt das System automatisch das Profil des Nutzers. Es ist aber zwischen der Anwender- und der Anbieter-Sicht zu unterscheiden: Der Anwender erhält Inhalte oder Anwendungen, die seinen individuellen Interessen entsprechen. So lassen sich auf eine Person oder Gruppe zugeschnittene Informationen zusammenstellen und anbieten. Der Anbieter wiederum kann Selektionen gezielt vornehmen oder das Nutzerverhalten analysieren. Qualität der Tools bestimmt die Ergebnisse In der Regel hat der Nutzer keinen Einwand, wenn der Anbieter einer Web-Seite seine Daten abfragt und sammelt, sondern er verweigert eine nicht zweck- und interessensgerechte Nutzung. Ärgerlich ist vielfach das mehrmalige Eingeben des Namens, der Kontonummer, der Interessensgebiete und ähnlicher Daten. Der qualifizierte Einsatz von Personalisierung und anderer Mechanismen wie Single-Sign-On vermeidet diese Mühe. Reine Internet-Anbieter wie Amazon & Co. bieten ihren Kunden bereits seit geraumer Zeit personalisierte Inhalte, die stetig weiterentwickelt worden sind. Die Qualität der nachgeschalteten Personalisierungswerkzeuge bestimmt auch die Güte der Ergebnisse. Auch der Zugriff auf Unternehmens-Portale für Mitarbeiter, Kunden und Lieferanten erfolgt zunehmend über Personalisierungs-Tools. Heutige Software-Produkte verfügen über ausgefeilte und intelligente Personalisierungstechniken, die sich an den Aufgaben und Interessen von Anbieter und Anwender orientieren. Der Informationsfluss wird dabei entsprechend den Anforderungen des Nutzers kanalisiert. Definierte Regeln und Prozessmodelle Technisch bedient sich Personalisierung definierter Regeln und Prozessmodelle, die beschreiben, welcher Anwender den Zugriff auf welche Inhalte und Informationen erhält. Die eigentliche Herausforderung liegt darin, die organisatorischen Strukturen festzulegen und zu beschreiben, wer welche Zugriffsrechte erhält und welche Informationen für welche Mitarbeiter von Bedeutung sind. Die Einteilung in Technik, Vertrieb/Marketing und Verwaltung hilft zwar, doch in Unternehmen mit vielen verschiedenen Benutzergruppen ist dies nur die Spitze des Eisbergs. Aber gerade hier lohnt sich der Einsatz: je heterogener die Kundenstruktur und je diversifizierter das Produktportfolio, desto sinnvoller ist der Einsatz von Personalisierungs-Werkzeugen sowohl für das Internet als auch das Intranet. Bei einer komplexen Unternehmensstruktur, vielen Beschäftigen, unterschiedlichsten Mitarbeiteranforderungen und variantenreichen Aufgaben sorgt ein personalisiertes Informationsangebot dafür, dass jeder Anwender genau die Informationen erhält, die er benötigt und auch tatsächlich haben möchte. So entfällt der Zeitaufwand für die Suche, da die Informationen zielgruppengerecht vorhanden sind. Personalisierung beginnt mit dem Login In der Regel erfolgt die Personalisierung bereits mit der Login-Identifizierung, welche die Rolle des Benutzers regelt; es wird bestimmt, welche Inhalte er sehen und welche Anwendungen er bearbeiten darf. Zeitgemäße Personalisierungs-Werkzeuge, die auf der Application-Server-Technologie basieren, bieten verschiedene Wege für den kanalisierten Informationsfluss. Hier sind die Zugriffsregeln und Prozessmodelle im System hinterlegt und lassen sich zum Beispiel in Content-Attribute, Profil-Attribute, Zielgruppen-Attribute und die Event-basierte Personalisierung unterscheiden. Solche Attribute regeln bereits bei der Erfassung der Inhalte, wer diese sehen darf, also z. B. bestimmte Kundengruppen oder Abteilungen im Unternehmen. Oder aber sie weisen jedem Benutzer ein Profil zu, z. B. welche Themen, News, Inhalte und Services ihn interessieren könnten oder zu welcher Abteilung er gehört. Mittels Personalisierung können auch geschützte Informationen ausschließlich bestimmten Gruppen zugänglich gemacht werden. Detaillierte Strategie notwendig Hier kann jedes Unternehmen ganz nach belieben festlegen, wer über was informiert werden soll. Die zunehmende Relevanz von zielgruppengerechter Wissensvermittlung innerhalb und außerhalb von Unternehmen verdeutlicht die Bedeutung dieser Werkzeuge. Am Anfang einer solchen Instrumentalisierung hat jedoch eine genau Organisations- und Distributionsstrategie zu stehen. Der wirtschaftliche Nutzen kann nur ausgeschöpft werden, wenn für jede Zielgruppe klare Konzepte entwickelt werden, sei es für die Entwicklung, Produktion, Verwaltung den Vertrieb oder das Marketing. Auf der Basis einer Architektur bzw. einer Technologie lassen sich somit spezifische Ziele erreichen. Personalisierung bietet also eine Fülle von Vorteilen, ist aber nur zweitrangig ein Frage der Technik, sondern primär eine Frage der Organisation. Der technische Werkzeugkasten steht schon bereit. (*) 1980 gründete Winfried Materna die Materna und erkannte damit frühzeitig, welche große Zukunft die Informationstechnologie haben würde. Lesen Sie mehr über den Materna-Chef in seinem Portrait weiter ...

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