"Ganze Speicherbranche profitiert": Infineon sieht Nachfrage-Belebung

"Ganze Speicherbranche profitiert"
Infineon sieht Nachfrage-Belebung

Reuters MÜNCHEN. Der Halbleiter-Hersteller Infineon Technologies AG sieht mit dem jüngsten Anstieg der Preise für Speicherchips (DRAMs) an den Spotmärkten eine Belebung der Nachfrage in diesem Geschäft. "Die Nachfrage nach Speicherchips hat sich belebt und die Preise haben sich etwas erholt, davon profitiert die ganze Branche", sagte eine Infineon-Sprecherin am Mittwoch in München.

"Wenn im Spotmarkt die Preise steigen, versuchen die Chip-Hersteller natürlich, die Preise auch in den langfristigen Kundenverträgen zu erhöhen", fügte sie hinzu. Zu der Preispolitik von Infineon, dem weltweit viertgrößten DRAM-Hersteller, wollte die Sprecherin jedoch keine Angaben machen.

Der Preis für die Standard 128-Megabit-DRAMs war an den Spotmärkten für den kurzfristigen Handel zum Jahresanfang auf 2,35 $ gestiegen, von noch unter zwei $ vor Weihnachten und unter einem $ im Oktober. "Es ist aber noch zu früh, um von einer nachhaltigen Entwicklung zu sprechen", sagte die Infineon-Sprecherin weiter. Die Aktien von Infineon stiegen am Mittwochvormittag um knapp fünf Prozent auf 24,04 Euro.

Der südkoreanische Konkurrent Hynix, die Nummer drei auf dem DRAM-Markt, hob seine Preise bei den Vertragskunden nach eigenen Angaben um durchschnittlich 30 % an. Auch Marktführer Samsung Electronics erwägt nach den Worten einer Sprecherin eine Erhöhung der Vertragspreise.

Trotz der jüngsten Erholung liegen die Preise für Speicherchips weiter unter den Herstellungskosten, die für den Standard 128-Megabit-Chip bei drei bis 3,50 $ liegen. Weil die DRAM-Preise seit Monaten unter den Produktionskosten liegen, kämpfen die Chiphersteller weiter mit der schwersten Krise in der Geschichte der Branche.

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