Garnelen meiden des schlechten Wetters wegen die Küsten
Krabben erzielen Höchstpreise

Krabben und Fisch gehören zu den kulinarischen Aushängeschildern der schleswig-holsteinischen Nordseeküste. In dieser Saison sind sie besonders teuer.

dpa HUSUM/BüSUM. Krabben - biologisch korrekt Nordseegarnelen - sind derzeit knapp, und das schlägt sich in den Preisen nieder. Um die 15 DM müssen Käufer etwa in den Fischgeschäften in Husum (Kreis Nordfriesland) pro Kilo ungepulte Ware auf den Tisch legen und damit fast doppelt so viel wie im Vorjahr. Und Restaurants verlangen bis zu vier DM Aufschlag für das Krabbengericht oder geben auf ihren Karten für Krabbengerichte nur noch "Tagespreise" an.

Grund: Die begehrten Schalentiere machen sich in diesen Wochen rar, besonders in Küstennähe. "Die Fänge sind etwas schlechter als im letzten Jahr", bestätigt der stellvertretende Vorsitzende der Landesvereinigung der Krabben- und Küstenfischer, Rainer Möller, aus Büsum (Kreis Dithmarschen) auf Anfrage. Betroffen sind nach seinen Angaben besonders die Besitzer kleiner Kutter, die ausschließlich im Wattenmeer auf Fang gehen. Manfred Beckmann, Krabbenfischer aus Büsum, fährt mit seinem Krabbenkutter mittlerweile bis nach Amrum raus. "Dann sind wir immer drei Tage unterwegs, an die erlaubte Fangmenge von 3,5 Tonnen pro Woche kommen wir aber lange nicht ran.»"Als Grund für die geringen Mengen in Küstennähe sieht Beckmann die momentan niedrigen Temperaturen der Nordsee. "Erst wenn es wärmer wird, landen die Krabben an", bestätigt Matthias Keller vom Bundesmarktverband der Fischwirtschaft.

Derzeit sieht es so aus, als ob zumindest das erste Halbjahr 2001 für diesen Erwerbszweig "unter dem Strich etwa so ausgehen wird wie 2000", schätzt der Geschäftsführer der Landesvereinigung Johannes Rosenzweig. In diesem Jahr gleichen die Erlöse von derzeit zwischen sieben und neun DM für die Erzeuger die eher geringen Fangmengen aus. "Existenziell bedroht ist noch niemand", beschwichtigt Keller.

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