"Gastfreunliches und weltoffenes Deutschland"
Schulen und Vereine sollen Fußball-WM zum Volksfest machen

Die Fußball-WM 2006 in Deutschland soll durch die Vereine und die Schulen zum Volksfest werden. "Unser Logo ist ja: 'Die Welt zu Gast bei Freunden'. Da sollten alle mitmachen", sagte Franz Beckenbauer, Präsident des WM-Organisationskomitees am Montag in Köln. 35 000 Schulen und 27 000 Vereine können sich an Wettbewerben beteiligen.

HB/dpa KÖLN. Die Sieger bei den Vereinen dürfen gegen die Nationalelf und die Bundesliga-Clubs kicken, während die besten Schulprojekte bei einem Festival präsentiert werden.

Mit einem Großaufgebot an Stars und Prominenten wie Teamchef Rudi Völler und Comedystar Anke Engelke wurden die Kampagnen "WM in der Schule" und "WM im Verein" vorgestellt. "Die Weltmeisterschaft ist nicht nur für den Fußball da, sondern für das ganze Land", sagte Beckenbauer. Bundesinneminister Otto Schily (SPD) forderte, Deutschland müsse sich als gastfreundliches, weltoffenes Land präsentieren. "Wir wollen, dass dieses Weltsportereignis in die Gesellschaft geht."

Bei der Schulkampagne gibt es einen künstlerischen und einen sportlichen Teil. Sportlich sollen Talente gesucht werden, außerdem sollen möglichst viele Schülerinnen und Schüler zeigen, dass sie die Voraussetzungen für das DFB-Fußballabzeichen erfüllen. Wem das nicht liegt, der kann sich musikalisch, schreibend, als Schauspieler oder als Maler mit dem Fußball befassen. "Wenn ich etwas dazu tun kann, dass junge Menschen kreativ sind, dann tue ich das gerne", sagte Anke Engelke, Patin in der Kategorie "Darstellende Kunst".

Die Vereine sollen Punkte sammeln, indem sie ebenfalls das Fußballabzeichen propagieren, bei dem Bewerber ihre Fähigkeiten im Dribbeln, Kopfball, Flanken und Torschuss nachweisen müssen. Außerdem sollen sie ihre Trainer zur Fortbildung schicken und eine Vereinsfahne entwerfen. "Wir wollen die Chance nutzen, den Fußball noch mehr in die Herzen der jungen Leute zu bringen", sagte DFB - Präsident Gerhard-Mayer-Vorfelder.

Für die Kampagnen stehen zunächst 6,5 Millionen Euro zur Verfügung. Das würde für 5000 Schulen und 5000 Vereine reichen, die sich beteiligen. Nach der WM im vergangenen Jahr sei die Begeisterung für den Fußball in Deutschland immer noch groß, sagte Völler. "Es ist die Pflicht unserer Spieler, dass wir da viel tun müssen." Bundestrainer Michael Skibbe fügte hinzu: "Fußball soll Volkssport Nummer eins bleiben." (Internet: WM-Kampagnen: http://www.FIFAworldcup.com)

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