Gastgeber Australien scheiterte im Finale
England gewinnt erstmals Rugby-WM

Die englische Rugby-Nationalmannschaft hat die Weltmeisterschaft mit einer Überraschung abgeschlossen. Im Finale bezwangen die Briten Gastgeber Australien.

HB BERLIN. Die englische Rugby-Nationalmannschaft hat sich den Titel der fünften Weltmeisterschaft gesichert. Im Finale des sechs Wochen andauernden Turniers bezwangen die Briten am Samstag Gastgeber und Titelverteidiger Australien mit 20:17 (14:14, 14:5) nach Verlängerung. Vor 80.000 Zuschauern im Olympiastadion von Sydney konnten die Gäste damit zum ersten Mal den begehrten Titel erringen. Dagegen scheiterte Australien nach 1991 und 1999 am dritten Titelgewinn.

England hatte sich vor einer Woche durch einen Sieg über den letztmaligen Finalisten Frankreich für das Finale qualifiziert. Australien war durch einen Erfolg über den ozeanischen Konkurrenten Neuseeland, der 1987 die erste Weltmeisterschaft gewonnen hatte und sich 1995 im Endspiel Südafrika nach Verlängerung beugen musste, ins Endspiel eingezogen.

Mit einem konsequenten und druckvollen Spiel dominierte England die erste Hälfte. Dagegen agierten die Hausherren nervös und verloren viele Bälle. So konnten die Gäste bis zur Halbzeit einen großen Vorsprung herausarbeiten und schienen einem sicheren Sieg entgegen zu steuern. Doch nach dem Seitenwechsel kam Australien stark aus den Kabinen zurück. Mit einer diszplinierten Verteidigung erlaubten die «Wallabies» den Briten keinen Versuch mehr, holten Punkt auf Punkt auf, und konnten kurz vor Schuss die Verlängerung erzwingen.

Dort brachte Englands erst 22 Jahre alter Superstar Johnny Wilkinson, der im Halbfinale gegen Frankreich alle Punkte erzielt hatte, sein Team mit einem Fieldgoal mit 17:14 erneut in Führung. Bis 90 Sekunden vor dem Ende der Verlängerung hielt der Vorsprung, ehe Elton Flatley zum 17:17 Ausgleich ebenfalls per Dropkick traf.

In der dramatischen Schlussphase war es dann erneut Wilkinson, der England mit einem Drop-Kick den WM-Titel sicherte. Der Star hatte zuvor bei all seinen Drop-Kick-Versuchen im Finale stets den Raum zwischen den Malstangen verfehlt.

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