Gauss-Aktien geben deutlich nach
Gewinnmitnahmen am Neuen Markt

Der Auswahl-Index des Neuen Marktes ist knapp behauptet in den Dienstagshandel gestartet. Der Nemax 50 gab 30 Minuten nach Handelsbeginn um 2,18 Prozent auf 728 Zähler nach. Der marktbreitere Nemax All Share notierte 1,2 Prozent auf 772 Punkte leichter.

dpa-afx FRANKFURT. "Der Neue Markt wird sich seitwärts mit einem negativen Touch bewegen", sagte ein Börsianer. "Er wird im Zeichen von Gewinnmitnahmen stehen." Die Marktteilnehmer warteten auf die US-Vergeltungsschläge nach der Terror-Serie von vor zwei Wochen. "Solange das in den Köpfen drin ist, bleibt der Neue Markt unsicher." Außerdem stünden um 16.00 Uhr die Daten zum US-Verbrauchervertrauen an, die das Börsengeschehen mit beeinflussen würden. Auch die technologielastige US-Börse Nasdaq werde dem Neuen Markt wieder Impulse geben, sagte der Händler.

Im Nemax 50 verloren die meisten Aktien nach Börsenstart. Unter den Hauptverlierern fanden sich die Papiere der Kontron Embedded Computers AG wieder. Die Aktien des Herstellers Soft- und Hardware basierter Steuersysteme gaben 4,87% ab auf 12,51 Euro.

Auch die Aktien der im Nemax All Share gelisteten Gauss Interprise AG gaben deutlich ab. Sie sanken um 9,80% auf 0,46 Euro. Zuvor hatte das Hamburger Software-Unternehmen seine Umsatz- und Ergebnis-Prognosen deutlich gesenkt und Entlassungen von rund 40 Mitarbeitern angekündigt.

Gauss rechne nun mit einem Jahresumsatz von 50 bis 55 Mio. Euro anstatt 65 bis 70 Mio. Euro. Das Gewinn nach Steuern, Zinsergebnis und Abschreibungen (Ebitda) werde bei minus 20 bis 25 Mio. Euro liegen, geplant waren 15 bis 20 Mio. Euro. Gauss begründete dies mit dem Restrukturierungsprogramm, mit dem das Unternehmen im vierten Quartal diesen Jahres den Break Even auf Ebitda-Basis erreichen wolle.

Deutliche Gewinne konnten dagegen die im All Share gelisteten Aktien der Fortec Elektronik AG verbuchen. Sie stiegen um 10,61% auf 17,30 Euro. Der Systemzulieferer für Gerätehersteller von industriellen High-Tech-Produkten hatte mitgeteilt, seinen Umsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr 2000/2001 (30. Juni) um 51% auf 68,278 Mio. DM gesteigert zu haben. Das übertreffe die Prognosen, hieß es. Der Vorsteuergewinn sei auf 4,1 Mio. DM gestiegen. Das Ergebnis vor Steuern, Zinsen und Abschreibungen (EBITDA) sei um 28% auf 5,0 Mio. DM gewachsen.

Die Anteilsscheine der Mühlbauer Holding AG & Co. KGaA stiegen ebenfalls. Sie gewannen 5,26% auf 20,00 Euro. Der Spezialmaschinenhersteller hatte vor Börsenstart den Rückkauf eigener Aktien angekündigt. Die von der Hauptversammlung im Juni erteilte Ermächtigung sei auf den Erwerb von insgesamt bis zu 10 Prozent des Grundkapitals beschränk.

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