GC - Games Convention in Leipzig
GC zeigt Handy-Games der nächsten Generation

Seit Jahren schon werden Handys durch die Hersteller mit vorinstallierten Spielen ausgeliefert. Doch grobpixelige Grafiken, eintöniges Gepiepse und simple Features entsprachen den Wünschen geübter Spieler in den seltensten Fällen. Damit ist jetzt Schluss.

HB LEIPZIG. Die Übertragungsprotokolle WAP und CDMA sowie die Programmiersprache Java erlauben, immer komplexere Spiele auf das Handy zu laden, und größere, hochauflösende Farbdisplays, Soundchips sowie höhere Rechenleistung verwandeln das Handy in eine mobile Spielekonsole.

Spiele zum Herunterladen

Der Mobilfunk-Anbieter T-Mobile beispielsweise offeriert inzwischen unter www.t-mobile.de einen eigenen Downloadbereich mit Java-Spielen für jedes Alter und jeden Geschmack. Wer im elektronischen Sport nach olympischem Ruhm strebt, der kann sich in eine Highscore-Liste eintragen lassen, die allen registrierten Nutzern per SMS zugesandt wird. Die Multiplayer-Option erlaubt den direkten Vergleich zwischen mehreren Spielern.

Spiele in Farbe

Seit Ende Juli sind auch erstmals Spiele in Farbe im Angebot - mit 65 000 Farben, wenn man das passende Handy hat (Samsung SGH-S100). Die Palette umfasst komplexe Geschicklichkeitsspiele wie den "einarmigen Banditen" oder das Segelflieger-Spiel "Glider", bei dem es darauf ankommt, ein Segelflugzeug durch die Luft zu steuern und sicher zu landen. Der Spieler von "Business-Man" sollte sich die Angebote einer Reihe virtueller Geschäftspartner merken können. Die neu entwickelten Spiele präsentiert T-Mobile auf der GC - Games Convention in Leipzig.

Neu im T-Mobile-Angebot sind auch die Spiele des Anbieters Gameloft, darunter der PC-Klassiker "Prince of Persia" oder das Flugzeug-Action-Spiel "Siberian Strike". Weitere Java-Spiele zum Download via WAP gibt es bei externen Anbietern wie wap.jamba.de, so zum Beispiel das Weltraum-Spiel "Space Fighter" oder das Denkspiel "Coherence".

Neue Handys für bessere Spiele

Zum Mobile Gaming wird natürlich auch die passende Hardware gebraucht. Mit seinen neuesten Modellen M 50 und MT 50 präsentiert Siemens auf der GC, was derzeit bereits technisch machbar ist. Neben wesentlich besseren Spielen bieten die Handhelds erweiterte Möglichkeiten der Personalisierung - so zum Beispiel durch die Calling Images-Funktion, die bei Anrufen das zuvor gespeicherte Foto des Anrufers im Display zeigt.

Neben WAP ermöglicht i-mode von E-plus (Markenname für CDMA und C-HTML) schnelle Datenübertragungen von Multimedia-Inhalten auf das Handy - Spiele inklusive. Da C-HTML der HTML-Sprache sehr ähnlich ist, lassen sich herkömmliche Internet-Seiten einfach umwandeln. 100 Partner stellen bereits entsprechende Angebote zur Verfügung - von der Bahnauskunft bis zur Kino-Karten-Reservierung. Das erste i-mode-Handy NEC n21i hat auf einem Display von 120 x 160 Bildpunkten mit 256 Farben genug Platz für Adventures, Action- und Denkspiele - darunter auch für das legendäre Moorhuhn, dem man nun via Handy zu Leibe rücken kann.

UMTS ermöglicht realistische Animationen

Mobile Spielmöglichkeiten in bislang ungeahnten Dimensionen schafft der neue Mobilfunk-Standard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System). Dieser Mobilfunk der dritten Generation bedeutet wesentlich mehr als nur kleinere Handys und verbesserte Sprachqualität. Extrem hohe Übertragungsraten von zwei Megabit pro Sekunde (32fache ISDN-Übertragungsgeschwindigkeit) machen lukrative neue Anwendungen mit realistischen Animationen möglich. So lassen sich nicht nur Texte und Bilder, sondern komplexe Video-Sequenzen mit hoher Geschwindigkeit übertragen.

Auch die Games-Publisher werden das mobile Büro im Taschenformat als Plattform entdecken und entsprechende Angebote entwickeln. Denn das Potenzial ist gigantisch: Allein in Europa werden in zwei Jahren etwa 200 Millionen Menschen ihr Telefon als mobile Spielekonsole nutzen, wie das Meinungsforschungsinstitut Datamonitor ermittelte. Bis Ende 2010 sind weltweit zwei Milliarden Nutzer via UMTS erreichbar. In Deutschland soll der neue Standard bis Ende des kommenden Jahres ein Viertel, bis Ende 2005 die Hälfte der Bevölkerung erreichen.

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