GE will einem Veto der EU zuvorkommen
General Electric gibt Übernahme von Honeywell auf

Eine der größten Fusionen der Wirtschaftsgeschichte ist aller Voraussicht nach am Einspruch der EU-Kartellwächter gescheitert.

BRÜSSEL/NEW YORK. Der US-Mischkonzern General Electric (GE) gibt die 41 Mrd. $ teure Übernahme von Honeywell auf. Die Unternehmen wollten ihren Fusionsvertrag lösen und den bei der EU-Wettbewerbsbehörde gestellten Genehmigungsantrag bis Dienstagmorgen zurückziehen, hieß es in Brüsseler Industriekreisen.

GE und Honeywell lehnten eine Stellungnahme ab. Beide Unternehmen verhandeln seit dem Wochenende über ihre weitere Vorgehensweise. Während GE die Übernahme schon zu den Akten gelegt hat, klammert sich Honeywell an den weitaus stärkeren Partner.

Mit einem Rückzug ihres Vorhabens kommen die US-Konzerne dem drohenden Verbot des Zusammenschlusses durch die EU zuvor. GE sei nicht daran interessiert, dass EU-Wettbewerbskommissar Mario Monti die Fusion wie geplant am heutigen Dienstag offiziell untersagt, hieß es in den Kreisen. Dann würde die Analyse der EU über die Flugzeug-Zulieferermärkte bekannt. Darin kommt Monti offenbar zu dem Schluss, dass GE den Markt für Triebwerke schon heute teilweise dominiert. Diese Analyse könnte spätere GE-Akquisitionen behindern.

Ruth Berschens leitet das Korrespondenten-Büro in Brüssel.
Ruth Berschens
Handelsblatt / Büroleiterin Brüssel
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