Gebot für drei UMTS-Frequenzblöcke
E-Plus geht in die UMTS-Offensive

In Auktionsrunde 21 bot E-Plus für drei Blöcke zusammen 752 Mill. DM. Damit bewerben sich sechs von sieben Bietern um drei Lizenzen.

Reuters MAINZ. Auch das Mobilfunkunternehmen E-Plus hat bei der deutschen Versteigerung neuer Mobilfunklizenzen am Mittwoch Gebote für drei Frequenzblöcke abgegeben. In Auktionsrunde 21 bot E-Plus für drei Blöcke zusammen rund 752 Mill. DM, wie die Regulierungsbehörde für Telekommunikation und Post als Auktionator in Mainz mitteilte. Damit ist E-Plus der sechste von insgesamt sieben Bietern, der darauf setzt, sich mit dem Ersteigern von drei Blöcken einen möglichst großen Anteil am künftigen Mobilfunkmarkt im Standard UMTS (Universal Mobile Telecommunications System) zu sichern.

Branchenexperten sagten, ein solches Bietverhalten sei erwartet worden. In den ersten 20 Versteigerungsrunden war E-Plus mit seinen Gesellschaftern und Partnern KPN (Niederlande), Bell South (USA), Hutchison Whampoa (Hongkong) und NTT DoCoMO (Japan) jedoch nur mit bis zu zwei Höchstgeboten ausgewiesen worden. Da die Regulierungsbehörde als Ergebnis der Versteigerungsrunden nur die Höchstgebote für die zwölf Frequenzblöcke veröffentlicht, ist es aber möglich, dass Gebote für einen dritten Block über Runden unentdeckt bleiben. Am Dienstag war erstmals offenbar geworden, dass das Konsortium Mobilcom/France als Bieter für drei Frequenzen auftritt.

Die Regulierungsbehörde hat jedoch eine Hürde in das Pokerspiel um die Lizenzen eingebaut. Wer auf den Zuschlag für drei Blöcke spekuliert, muss auch in jeder Runde für drei Blöcke bieten. Der Verzicht auf das Bietrecht für einen dritten Block ist unwiderruflich, womit ein beliebiges Bieten für zwei oder drei Blöcke in den verschiedenen Auktionsrunden verhindert wird.

In der Branche wird angenommen, dass alle Bieter im gegenwärtigen Stadium der UMTS-Auktion angesichts der vergleichsweise geringen Gebotssumme für drei Blöcke bieten. Lediglich beim Konsortium 3G mit seinen Partner Telefonica und Sonera ist bislang nicht klar geworden, ob zwei oder drei Blöcke angestrebt werden. Die Auktion wird tendenziell umso länger dauern, je mehr der sieben Interessenten eine UMTS-Lizenz mit drei Frequenzblöcken haben wollen. Interesse an einer Dreier-Lizenz wird vor allem den beiden deutschen Marktführer D2 Mannesmann und T-Mobil aufgrund ihres großen Kundenstamms und Kapazitätsbedarfs nachgesagt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%