Gebote bei 1,24 Mrd. DM
Wiener UMTS-Auktion kommt nur langsam in Gang

Experten erwarten nach dem niedrigen Erlös bei der italienischen UMTS-Auktion ein zähes Ringen in Wien. Zeitgleich mit der Versteigerung beginnt die Zeichnungsfrist für die Aktie der Telekom Austria (TA).

afp WIEN. Die Auktion der UMTS-Mobilfunklizenzen in Österreich ist am Donnerstag nur mühsam in Gang gekommen. Mit der dritten Bieterrunde am Mittag summierten sich die Höchstgebote für die bis zu sechs Lizenzen erst auf insgesamt 8,735 Milliarden Schilling (gut 1,24 Milliarden Mark). Marktführer Mobilkom aus dem Konzern der Telekom Austria bot mit 2,197 Milliarden Schilling am meisten für insgesamt drei Frequenzpaare und damit für eine so genannte große Lizenz. Wäre die Auktion bei diesem Stand zu Ende, ginge die Bietergruppe des Hongkonger Telekomkonzerns Hutchison mit der Zuteilung nur eines gepaarten Frequenzblocks de facto leer aus, da ein Frequenzpaar nicht für eine Lizenz ausreicht.

In der dritten Auktionsrunde legten nach Angaben der Regulierungsbehörde Telekom Control die Bieter max.mobil (Deutsche Telekom), tele.ring (Mannesmann), One (E.ON/Tele Danmark/Telenor) und die spanische Telefónica mit je rund 1,4 Milliarden Schilling die höchsten Gebote für vier "kleine" Lizenzen aus je zwei gepaarten Frequenzblöcken vor. Mobilkom, max.mobil, tele.ring und One sind bereits auf dem österreichischen Markt vertreten, Telefónica und Hutchison wollen mit multimediafähigen UMTS-Netzen neu einsteigen. Die Auktion stand unter dem Eindruck des parallel gestarteten Börsenganges des Mobilkom-Mutterkonzerns Telekom Austria.

Unterdessen hat die Deutsche Telekom einem Pressebericht zufolge weiter keinen Partner für die kommende UMTS-Auktion in der Schweiz gefunden: Verhandlungen über eine Übernahme des zweitgrößten eidgenössischen Anbieters Diax seien ohne Ergebnis beendet worden. meldete die Wirtschaftszeitung "Financial Times Deutschland". Damit könnte die Deutsche Telekom demnach gezwungen sein, sich allein bei der am 13. November beginnenden Schweizer UMTS-Auktion zu beteiligen. Angeblich hatten die Deutschen auch einen Einstieg bei Marktführer Swisscom erwogen.

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