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Gebrauchtwagenhandel: Keine Belebung in Sicht

Der Gebrauchtwagenmarkt wird in diesem Jahr wegen der Konjunkturflaute auf den tiefsten Stand seit acht Jahren einbrechen.

HB/dpa MAINTAL. Mit einem Rückgang um sechs Prozent auf 6,78 Millionen Fahrzeuge wechseln voraussichtlich erstmals seit 1994 wieder weniger als sieben Millionen Fahrzeuge den Besitzer. Dies prognostizierte der Marktbeobachter Eurotax Schwacke am Dienstag in Maintal. Auch im nächsten Jahr sei keine Belebung in Sicht, das Niveau von 2002 werde aber gehalten, betonte der Geschäftsführer des Anbieters von Preislisten für gebrauchte Wagen, Hubert Jung.

"Die Privatkäufer, die zu 95 Prozent die Nachfrage am Gebrauchtwagenmarkt abdecken, reagieren mit einer längeren Haltedauer ihrer Autos auf die derzeitige konjunkturelle Lage", erläuterte Jung. Dieser Prozess sei wegen der Alterung der Fahrzeuge aber nur vorübergehend. Eine Belebung des Geschäfts mit gebrauchten Autos könne zudem von der geplanten Anhebung der Dienstwagensteuer auf 1,5 Prozent ausgehen.

Bei den Neuzulassungen rechnet Eurotax Schwacke in diesem Jahr mit einem Minus von 2,5 Prozent auf 3,26 Millionen Fahrzeuge. Der private Absatz werde stärker schwächeln als der Firmenwagenmarkt. Bei höheren Abgaben auf Dienstwagen werden die Nutzer nach Ansicht von Eurotax Schwacke auf kleinere Autos mit weniger Ausstattung oder auf Privatfahrzeuge ausweichen. Dies könne möglicherweise "sogar nachhaltig" die Neuzulassungen beeinflussen.

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