Gebrüder Haffa beantragen Abweisung
Erste Schadensersatz-Verhandlung gegen EM.TV

Gegen die EM.TV & Merchandising AG, Unterföhring, ist vor dem Münchener Amtsgericht am Donnerstag erstmals wegen der Schadensersatzforderung eines Kleinanlegers verhandelt worden. Der Anleger, der im November vergangenen Jahres EM.TV-Aktien erworben hatte, fordert Schadenersatz von rund 6 000 DM bzw. den Rücktausch der Aktien zum Kaufkurs, sagte sein Rechtsanwalt Peter Gundermann von der Kanzlei Tilp & Kälberer.

vwd MÜNCHEN. Er wirft sowohl dem Unternehmen als auch dem Vorstandsvorsitzenden Thomas Haffa und dessen Bruder, dem ehemaligen Finanzvorstand Florian Haffa, Kapitalanlagebetrug durch Verschweigen und Falschdarstellung von Tatsachen vor.

EM.TV und die Gebrüder Haffa haben die Vorwürfe bestritten und die Abweisung der Klage beantragt. Die Kanzlei Tilp & Kälberer vertritt nach Angaben von Gundermann in über 30 weiteren Verfahren vor dem Landgericht München und dem Landgericht Frankfurt rund 100 Anleger von EM.TV. Mit der Klage vor dem Amtsgericht München solle zudem eine Vorlage des Falls vor dem Europäischen Gerichtshof erreicht werden. Dieser solle prüfen, ob die Regelung zur Informationspflicht im deutschen Wertpapierhandelsgesetz, die Schadenersatz nach einer flaschen Pflichtmitteilung ausschließt, gegen EU-Recht verstößt.

Nach dem unerwarteten Gewinneinbruch von EM-TV im vergangenen Herbst ermittelt die Staatsanwaltschaft zudem gegen die Gebrüder Haffa wegen des Verdachts auf Insiderhandel. Die Entscheidung des Münchener Amtsgerichts soll am 23. August verkündet werden.

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