Geburtskirche abgeriegelt
Israelische Armee rückt in Bethlehem ein

Die israelische Armee ist am frühen Montagmorgen erneut mit starken Verbänden in Bethlehem eingerückt. Nach palästinensischen Angaben riegelten Soldaten dort den Krippenplatz und die Geburtskirche ab, um eine erneute Besetzung des berühmten Gotteshauses durch militante Palästinenser zu verhindern.

dpa RAMALLAH. Die Armee machte nach eigenen Angaben Haussuchungen nach mutmaßlichen palästinensischen Extremisten. Truppen drangen auch in das Flüchtlingslager Deheische ein.

Anfang April hatten während schwerer Gefechte in Bethlehem Dutzende Extremisten und mehr als hundert Zivilisten Zuflucht in der Kirche gesucht, die über dem Geburtsort Jesu stehen soll. Erst nach zähen Verhandlungen und Vermittlung des Vatikans und der EU konnte die Belagerung der Kirche beendet werden. 13 militante wurden inzwischen in EU-Ländern untergebracht.

Die Israelis hatten Bethlehem und andere Städte im Westjordanland erst am Sonntagmorgen verlassen. Verteidigungsminister Benjamin Ben-Elieser hat angekündigt, dass die Truppen ihre Operationen in den Städten wegen der akuten Bedrohung Israels durch Selbstmordattentäter in den kommenden Tagen verstärken will.

Unterdessen gingen die Militäroperationen in Kalkilia und Tulkarem im Nordwesten des Westjordanlandes weiter. Palästinensische Sicherheitskreise berichteten, dass israelische Armee-Einheiten in zwei Ortschaften in der Gegend von Kalkilia eingerückt seien.

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