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Geburtskirche in Bethlehem unter Beschuss

Israelische Soldaten und Panzer haben nach Angaben des palästinensischen Gouverneurs von Bethlehem die Geburtskirche Jesu beschossen, in der sich rund 200 bewaffnete Palästinenser verschanzt halten.

Reuters BETHLEHEM. Durch den Beschuss sei ein Feuer in dem an das Gotteshaus angrenzenden Kloster ausgebrochen, teilte Gouverneur Mohammed el Madani am Montagmorgen Reuters telefonisch aus der Kirche mit. Ein palästinensischer Polizist sei bei dem Versuch, das Feuer zu löschen, gestorben. Die Soldaten schössen von einem 100 Meter entfernten Verwaltungsgebäude auf die Kirche. Zudem hätten zwei Panzer das Gotteshaus unter Beschuss genommen. Ob die rund 200 in der Kirche verschanzten Palästinenser das Feuer erwiderten, blieb zunächst unklar. Die Armee nahm zu den Angaben des Gouverneurs nicht Stellung.

Der Gouverneur sagte weiter, die Soldaten hätten die Feuerwehr daran gehindert, den Brand zu bekämpfen. Zudem hätten israelische Scharfschützen einen Bewohner Bethlehems beschossen und verwundet, der zu dem Kloster laufen und Hilfe anbieten wollte.

Der Sprecher der Katholischen Einrichtungen im Heiligen Land, David Jaeger, nannte den Beschuss der Geburtskirche einen Akt "unbeschreiblicher Barbarität" mit langfristigen Konsequenzen. Jaeger, der zurzeit in Rom ist, sagte Reuters, er habe telefonisch davon erfahren, dass israelische Truppen mit dem Beschuss der Kirche begonnen hätten und ein Feuer ausgebrochen sei.

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