Geburtstagsparty für den Computer
Der PC wird 20

Am 12. August 1981 brachte International Business Machines (IBM) den ersten für die Massenproduktion entwickelten Personalcomputer auf den Markt.

rtr SAN FRANCISCO. Im Sommer 1980 schickte IBM zwölf Ingenieure zur Entwicklung des Kleinrechners für jedermann nach Florida. "Projekt Schach" hieß die Geheimoperation. Die Spezialisten arbeiteten unter Hochdruck - der PC sollte so schnell wie möglich produktionsreif sein. In Deutschland kostete der erste PC 20 000 DM und IBM gründete 1981 eigene Läden. "Mit der Dixieland-Band von IBM haben wir den Laden in Stuttgart eröffnet", erinnert sich der heutige IBM Deutschland Chef Erwin Staudt. Er selbst habe Trompete gespielt.

"Keiner hat den Erfolg geahnt"

"Der Erfolg des Projekts war zunächst völlig unklar. Keiner von uns hat den Erfolg geahnt", sagte der für den Vertrieb zuständige Ingenieur des Chipherstellers Intel, Earl Whetstone. Die Firma lieferte IBM für den ersten PC ihren 8088 Mikroprozessor. Denn um möglichst schnell auf den Markt gehen zu können, entwickelte IBM den PC mit den Produkten anderer Unternehmen und trug so zum Entstehen der großen Konzerne von Intel und Microsoft bei. "Sie bestellten bei uns für das erste Jahr zwischen 50 000 und 200 000 Prozessoren, die Zielgröße war 100 000", sagt Whetstone. Tatsächlich seien dann innerhalb des ersten Jahres 130 000 PCs verkauft worden.

Vom Garagen-Startup zum Konzern - für die 1975 von Bill Gates und Paul Allen gegründete Software-Firma Microsoft ging es mit der Entwicklung des PCs steil bergauf. Denn Microsoft hatte für den Intel-Chip ein Betriebssystem entwickelt, das IBM kaufte und das schließlich als MS-DOS weltbekannt wurde.

Mit IBM begann die Massenproduktion

Die ersten Kleincomputer gab es allerdings schon in den 70er Jahren. 1977 brachte Apple Computers Inc. einen PC mit Farb-Bildschirm, Sound- und Grafikanwendungen, den so genannten Apple II, heraus. Zudem gab es Tandy/Radio Shacks TRS-80 und bereits Mitte der 70er Jahre MITS Altair 8800. Die Massenproduktion setzte jedoch erst mit IBM ein. Andere Unternehmen nahmen sich ein Beispiel an IBM und entwickelten ihre PCs ebenfalls mit Fremdproduzenten wie Intel und Microsoft. Intel lieferte IBM die Prozessoren, Microsoft das Betriebssystem. Inzwischen gehören Dell Computer Corp., Hewlett-Packard Co., Gateway Inc. neben IBM zu den größten Herstellern.

Die IBM-Läden in Deutschland seien sehr bald wieder geschlossen worden, sagte IBM Deutschland-Chef Staudt. Nicht weil der PC in Deutschland ein Flop gewesen wäre, sondern weil zunächst vor allem Firmen die PCs gekauft hätten. Und die bestellten die Kleinrechner direkt.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%