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Gedenken an die Opfer des Anschlags

Im traditionsreichen New Yorker Yankee-Stadion haben sich am Sonntag rund 20 000 Menschen versammelt, um den fast 7000 bei den Anschlägen auf das World Trade Center und Pentagon getöteten Menschen zu gedenken.

rtr NEW YORK. In dem mehr als 57 000 Menschen fassenden Baseball-Stadion im New Yorker Stadtteil Bronx sprachen Vertreter der christlichen Kirchen wie auch der jüdischen, moslemischen und hinduistischen Glaubensgemeinschaften den Trauernden Trost und Mut zu. Der spanische Tenor Placido Domingo sang das "Ave Maria". New Yorks Bürgermeister Rudolph Giuliani versprach unter großem Beifall den Wiederaufbau.

Bob Russell, ein Feuerwehrmann, sagte, er sei gekommen, um 30 Kollegen zu gedenken, die bei den Rettungsarbeiten ums Leben gekommen sein. Insgesamt wurden 343 Mitarbeiter der Feuerwehr bei den Rettungsarbeiten getötet. Das Büro von Bürgermeister Guiliani teilte am Sonntag mit, die Zahl der Opfer in New York sei anhand der Listen von vermissten Personen auf 6453 gestiegen. 252 Tote wurden bislang bestätigt.

Der 18-jährige Enid Cruz, dessen Onkel unter den Trümmern des World Trade Center immer noch vermisst wird, sagte, die Zusammenkunft in dem Stadion gebe allen Familien Unterstützung und zeige, dass "wir alle zusammen sind". Er fühle sich jetzt seit dem Tag, an dem sein Onkel im 97. Stockwerk des World Trade Center offenbar Opfer des mit entführenten Flugzeugen verübten Anschlags wurde, nicht mehr so wohl wie heute. Viele in der Menge hatten wie Cruz Fotos ihrer immer noch vermissten Angehörige bei sich. Andere trugen die US-Flagge.

"Wir moslemischen Amerikaner stehen heute mit einer schweren Last auf unseren Schultern, dass die, die es wagen, solche niederträchtigen Taten auszufähren, sich auf unseren Glauben berufen", sagte der Kaplan der New Yorker Polizei, Izak El Pasha. "Wir verurteilen sie und ihre feigen Taten und wir stehen gemeinsam mit unserem Land gegen alles was da kommen mag."

Die Veranstaltung fand unter großen Sicherheitsvorkehrungen statt. Polizisten durchsuchten jeden Besucher des Stadions. Ursprünglich hätte die Gedenkfeier im Central Park von New York stattfinden sollen, wo bis zu eine Million Menschen Platz gefunden hätten. Dies hätte aber große Sicherheitsvorkehrungen bedurft. Viele Polizisten und Feuerwehrmänner sind immer noch am "Ground Zero" genannten Einsatzort in Manhattan im Einsatz, um Trümmer zu beseitigen oder doch noch Überlebende zu finden.

Am 11. September waren vier US-Passagierflugzeuge entführt worden. Zwei Maschinen wurden in die Zwillingstürme des World Trade Center in New York gelenkt, die danach zusammenstürzten. Ein drittes Flugzeug rammte das Verteidigungsministerium und beschädigte einen Teil des Komplexes. Die vierte Maschine stürzte auf freiem Feld im Bundesstaat Pennsylvania ab. Die USA haben den Islamisten Osama bin Laden als Verantwortlichen bezeichnet.

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