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Gedenken an Warschauer Aufstand

Berlin (dpa) - Im Gedenken an den Warschauer Aufstand vor 60 Jahren hat der polnische Erzbischof Henryk Muszynski in Berlin die Verantwortung aller Menschen zur Erhaltung des Friedens unterstrichen.

Berlin (dpa) - Im Gedenken an den Warschauer Aufstand vor 60 Jahren hat der polnische Erzbischof Henryk Muszynski in Berlin die Verantwortung aller Menschen zur Erhaltung des Friedens unterstrichen.

«Jeder Krieg bedeutet unvermeidlich Leid, Tod, Zerstörung und Vernichtung vieler unschuldiger Opfer», sagte er am Sonntag bei einem Gedenkgottesdienst in St. Hedwigs-Kathedrale. Der Berliner Erzbischof Georg Kardinal Sterzinsky erklärte, der gemeinsamen Gottesdienst von Polen und Deutschen stehe für «den Frieden zwischen dem deutschen und dem polnischen Volk».

Am 1. August 1944 hatte die polnische Untergrundarmee in Warschau mit dem offenen Kampf gegen die deutschen Besatzer begonnen. Bei dem 63-tägigen Aufstand starben etwa 200 000 Menschen, 100 000 Warschauer wurden nach Deutschland deportiert. Muszynski rief die Hinterbliebenen der Opfer dazu auf, «auf den Trümmern der schmerzhaften Vergangenheit eine bessere, mehr gerechte und menschenwürdige Welt zu bauen».

Die Präsidentin des Bundes der Vertriebenen, Erika Steinbach, sprach sich in Frankfurt am Main für «ein versöhntes Miteinander» von Deutschen und Polen aus. Mit ihrer Organisation wolle sie dazu beitragen, «dass die offenen Fragen, die viele Menschen in Polen und in Deutschland bewegen, miteinander und nicht gegeneinander gelöst werden». Erst kürzlich hatte es die CDU-Bundestagsabgeordnete abgelehnt, generell auf die Entschädigung deutscher Vertriebener durch die polnische Regierung zu verzichten.

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