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Gedränge in den Geschäften an Heiligabend - 'Last-Minute'-Geschenke

Kurz vor Ladenschluss haben die Geschäfte in Deutschland zu Heiligabend einen letzten Ansturm verzeichnet. "Das ist das klassische Phänomen des Last-Minute-Kaufens", sagte der Geschäftsführer des niedersächsischen Unternehmerverbandes Einzelhandel, Mark Krack, in Hannover.

dpa-afx HAMBURG. Kurz vor Ladenschluss haben die Geschäfte in Deutschland zu Heiligabend einen letzten Ansturm verzeichnet. "Das ist das klassische Phänomen des Last-Minute-Kaufens", sagte der Geschäftsführer des niedersächsischen Unternehmerverbandes Einzelhandel, Mark Krack, in Hannover.

Angesichts des milden Wetters am Freitag hätten viele noch ihre letzte Chance genutzt. Besonders zahlreich waren die Kunden in den Abteilungen mit den typischen Last- Minute-Geschenken wie Parfüm, Schmuck, Dessous und Bücher.

In den Geschäften treffe man auf viele Junggesellen und die "Herren, die man zum Schluss straff laufen sieht", sagte der Leiter der Magdeburger Karstadt-Filiale, Peter Olszowi. Er sprach von einem versöhnlichen Ausgang des ablaufenden Geschäftsjahres. "Die Geschäfte laufen phänomenal gut", hieß es bei Galeriakaufhof in Halle. In einer Düsseldorfer Buchhandlung drängten sich vor jeder Kasse mindestens zehn Zahlungswillige - mit der bei den übrigen Wartenden "beliebtesten" Bitte: "Könnten Sie es bitte auch einpacken?".

Renner: Elektronik und Multimedia-Geräte

Renner im Weihnachtsgeschäft waren Elektronik und Multimedia- Geräte wie Kleincomputer oder UMTS-Handys sowie Parfüm, Spielwaren und Schmuck. Der Trend der letzten zwei, drei Jahre zu immer mehr Gutscheinen habe sich dies Jahr fortgesetzt, hieß es. "Vor allem große Warenhäuser und Fachhändler haben noch nie so viele Gutscheine verkauft wie dieses Jahr."

Der Ansturm zu Heiligabend sei "besser als erwartet" gewesen, sagte der Chef der Dresdener Karstadt-Filiale, Jan de Bit. In einem Chemnitzer Kaufhaus bildeten sich so lange Schlangen, dass bis zum Ladenschluss nicht alle Geschenke eingepackt werden konnten, sagte Filialleiter, Bernd Reuter.

In Brandenburg ist das Vorjahresniveau im Weihnachtsgeschäft knapp verfehlt worden, bilanzierte Nils Busch-Petersen, Sprecher des Einzelhandelsverbandes Berlin-Brandenburg. "Es gibt zwar keine Euphorie, aber da wir Schlechteres erwartet hatten, ist das Ergebnis zufrieden stellend." Einbußen hätten die Läden im ländlichen Raum und im Osten Brandenburgs verzeichnet. "Nach dem Wegfall der Zollkontrollen an der polnischen Grenze stellen wir ein deutliches Abziehen der Kaufkraft fest."

HDE: 'Konsumenten Kaum Wiederzuerkennen'

Nach dem überraschend günstig verlaufenden Weihnachtsgeschäft schöpft der Einzelhandel die Hoffnung, dass sich das Konsumklima in Deutschland wieder durchgreifend bessert. Der "Berliner Zeitung" (Freitagausgabe) sagte der Präsident des Hauptverbands des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hermann Franzen, "in diesen Tagen erkennt man die deutschen Konsumenten kaum wieder: Zeigten sie sich das ganze Jahr hindurch zögerlich und zurückhaltend, so haben sie zum Weihnachtsgeschäft ihre Lebensfreude und Lust am Einkaufen wiedergefunden."

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