Gefährliche personelle Engpässe sind nicht mehr aufzufangen
Beamtenbund warnt vor drastischem Stellenabbau

Der Deutsche Beamtenbund (dbb) befürchtet die Streichung von insgesamt bis zu 100 000 Arbeitsplätzen im öffentlichen Dienst im laufenden und im nächsten Jahr.

dpa HAMBURG. Wie die "Bild"-Zeitung in seiner Montagausgabe berichtete, plant der Bund nach Angaben der Gewerkschaft, jährlich 1,2 % der Stellen einzusparen. Diese Zahl sei auch für Länder und Gemeinden zu veranschlagen.

dbb-Chef Erhard Geyer kündigte Widerstand gegen die Kürzungen an, Er sagte: "Die Forderung, dass der öffentliche Dienst immer mehr leisten und immer weniger kosten soll, ist auch und auch vor allem im Interesse der Bürgerinnen und Bürger nicht zu verantworten."

Durch den permanenten Stellenabbau der vergangenen Jahre, der mit einem stetig steigenden Aufgabenvolumen für die einzelnen Beschäftigen in den öffentlichen Verwaltungen einher gehe, sei das Ende des Zumutbaren erreicht. Geyer warnt: "In so wichtigen Bereichen wie Polizei, Justiz und Finanzbehörden sind bereits jetzt gefährliche personelle Engpässe entstanden, die durch nichts mehr aufzufangen sind."

Nach Angaben des Beamtenbunds waren nach letzten verfügbaren Zahlen 4,2 Mill. Menschen im öffentlichen Dienst beschäftigt, davon 494 000 in Bundesbehörden, 2,2 Mill. in den Bundesländern und 1,5 Mill. in den Gemeinden.

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