Gefährlicher E-Mail-Anhang im Umlauf
"Nacktbild" von Jennifer Lopez überträgt Virus

E-Mails, die dem Empfänger ein Foto der Sängerin und Schauspielerin versprechen, beinhalten einen Virus, der Daten löscht und den Computer außer Gefecht setzt.

ddp/mil NEW YORK. Ein weiterer Nacktbild-Virus im Stil von "Anna-Kournikova" bedroht die weltweite Internet-Gemeinde. Bei dem Virus "J-LO" handelt es sich um eine E-Mail mit der Betreff-Zeile "Where are you". An den elektronischen Brief ist eine Datei namens "JenniferLopez_Naked.JPG.VBS" angehängt, die ein Nacktfoto der Sängerin und Schauspielerin Jennifer Lopez zeigen soll. Hersteller von Antiviren-Software stufen die Gefahr und die Verbreitungsgeschwindigkeit durch den Virus "J-LO" unterschiedlich hoch ein. Während Panda Antivirus "J-LO" mit der höchsten Gefährdungsstufe bedenkt, schätzt Symantec das Risiko, den Rechner mit dem Virus zu infizieren, als mittelhoch ein.

Tatsächlich verbirgt sich hinter "J-LO" der seit 1998 bekannte "Chernobyl"-Virus. Sein Name bezieht sich auf den Reaktorunfall von Tschernobyl, der sich am 26. April 1986 ereignete. Entsprechend wird der Eindringling jedes Jahr am 26. April aktiv. "Chernobyl" versucht, das BIOS (Basic Input Output System) des Computers zu überschreiben. Das BIOS ist ein fest installiertes Programm. Es befindet sich meistens in einem Chip auf der Hauptplatine des Computers. Das BIOS ermöglicht den Zugriff auf Festplatten, Diskettenlaufwerke und die Grafikkarte. Falls der Virus erfolgreich ist, lässt sich der PC nicht mehr booten. Außerdem werden Dateien auf der Festplatte gelöscht.

Der Nacktbild-Trick tauchte erstmals bei dem "Anna-Kournikova"-Virus auf, bei dem eine E-Mail ein Nacktfoto der Tennisspielerin versprach. Panda zufolge sorgt die "social engineering"-Komponente von "J-LO" für die Eingruppierung in die höchste Gefahrenstufe. Die Betreffzeile mit ihrer persönlichen Botschaft veranlasse auch misstrauische Empfänger von E-Mails, den mit "J-LO" verseuchten Brief zu öffnen. Bisher haben sich acht große Unternehmen bei Panda gemeldet und von einer Infizierung von Rechnern berichtet. Zu den betroffenen Firmen gehöre auch ein bedeutender Luftfahrt-Konzern, berichtet der Informationsdienst CNet.

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