Gefälschte Medikamente: Bericht über Razzia bei Pharma-Händlern

Gefälschte Medikamente
Bericht über Razzia bei Pharma-Händlern

Deutsche und Schweizer Behörden ermitteln nach einem Bericht des "Spiegel" in einem millionenschweren Betrugsfall in der Pharma-Branche. Bereits am vergangenen Dienstag durchsuchten Zollfahnder und Staatsanwälte mehrere Pharmahändler und Speditionen in Baden-Württemberg, Bayern, Hessen und Sachsen, berichtete das Nachrichtenmagazin (Hamburg).

HB/dpa MANNHEIM/HAMBURG. Zeitgleich sollen die Ermittler in Belgien, Österreich und der Schweiz zugeschlagen haben. Es seien gefälschte Arzneien und Unterlagen beschlagnahmt worden.

Anlass der Razzia war demnach der Verdacht auf Nachahmung beziehungsweise unzulässige Verpackungsbedruckung von Medikamenten. Außerdem sollen für das Ausland bestimmte Mittel in Deutschland vertrieben worden sein, um höhere Preise verlangen zu können.

Die Staatsanwaltschaft Mannheim ermittelt dem Bericht zufolge gegen vier Mitarbeiter des Pharma-Großhändlers Phoenix sowie einen Spediteur. Grund sei ein möglicher Verstoß gegen das Arzneimittel- und Markengesetz. Die Staatsanwaltschaft und das Unternehmen waren am Samstag nicht für eine Stellungnahme zu erreichen.

Die Phoenix Pharmahandel AG & Co. KG (Mannheim) ist der größte deutsche Pharmahändler und gehört zum Pharma-Imperium des Ulmer Unternehmers Adolf Merckle (ratiopharm).

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