Gefängnisbehörden haben bessere Haftbedingungen in Aussicht gestellt
11 000 chilenische Häftlinge beenden Hungerstreik

afp SANTIAGO DE CHILE. Rund 11 000 Häftlinge haben in Chile einen Massen-Hungerstreik beendet, nachdem die Gefängnisbehörden eine Verbesserung der Haftbedingungen in Aussicht gestellt haben. Dies gab eine Gruppe von Angehörigen am Donnerstag in der Hauptstadt Santiago de Chile bekannt. Die rebellierenden Insassen - rund ein Drittel aller Häftlinge Chiles - hätten daraufhin beschlossen, ihren Protest einzustellen.

Die katholische Kirche hatte zuvor zwischen Polizeichef Hugo Espinoza und einem Sprecher der Häftlingsangehörigen vermittelt. Mit ihrem Massenprotest wollten die Häftlinge auf die Überfüllung der rund 100 chilenischen Gefängnisse aufmerksam machen. Auslöser des Hungerstreiks, der diese Woche begonnen hatte, war der Tod von sieben Gefängnisinsassen in San Miguel. In der Haftanstalt südlich der Hauptstadt hatten die Häftlinge am 11. Dezember wegen Überfüllung einen Ausftand angezettelt; dabei war ein Feuer ausgebrochen und hatte die sieben Menschen getötet.

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