Gefahr für Passivraucher
Rauchfreie Arbeitsumgebung nützlich zum Abgewöhnen

Auch wenn es Rauchern nicht behagen sollte: strikt rauchfreie Arbeitsumgebungen sind effektiver, wenn es um das Abgewöhnen der Nikotin-Sucht geht, als zum Beispiel höhere Tabaksteuern.

rtr LONDON. Zu dem Ergebnis kommt eine amerikanische Studie, die in der jüngsten Ausgabe des Magazins "British Medical Journal" veröffentlicht wurde. Um zu den gleichen Ergebnissen zu kommen, wie sie von nikotinfreien Arbeitsumgebungen provoziert wird, müssten die Tabaksteuern um 73 Prozent steigen, was den Preis für eine Packung Zigaretten in Großbritannien auf umgerechnet über zehn Euro steigen ließe, rechnen die Autoren der Studie vor.

Unterstellt, es gäbe überall ein Rauchverbot am Arbeitsplatz, würde dies natürlich auch zu drastischen Einnahme- Verlusten bei den Zigarettenherstellern führen. Professor Stanton Glantz und Caroline Fichtenberg von der California- Universität in San Francisco berechneten für die USA einen Rückgang der Einnahmen von 1,7 Milliarden Dollar jährlich. Die Autoren hatten 26 Einzelstudien zu rauchfreien Arbeitsplätzen ausgewertet und die Ergebnisse zusammengeführt.

Nach dem Gesundheits-Argument sei man nach dieser Studie nun einen Schritt weiter, kommentierte Marsha Williams von der britischen Nichtraucher-Vereinigung ASH die Studie. Diese Studie mache auch die Notwendigkeit deutlich, die Zahl der Raucher-Zimmer in den Firmen und Bürogebäuden abzubauen. Weltweit gibt es rund 1,2 Milliarden Raucher. Wissenschaftler weisen seit langem auf mögliche Krebs-Risiken auch für diejenigen hin, die den Qualm fremder Zigaretten, Pfeifen und Zigarren als "Passivraucher" mit erdulden müssen.

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