Gefahren für die menschliche Gesundheit
Belgien will Fluorkaugummis verbieten

Belgien will den Verkauf von Tabletten, Tropfen und Kaugummis mit zugesetztem Fluor verbieten. "Ich bin schon seit Jahren beunruhigt über Signale aus der Wissenschaft, die vor dem Gebrauch von Fluor warnen", sagte die belgische Gesundheitsministerin Magda Aelvoet.

HB BRÜSSEL. Nun habe auch Belgiens hoher Rat für Gesundheit zu einem Verbot der Ergänzungsmittel geraten, die seit Jahren zur Kariesvorsorge verwendet wurden.

Belgien wäre den Angaben zufolge weltweit das erste Land, dass Fluormittel verbietet. "In diesen Dingen wäre eine Harmonisierung innerhalb der Europäischen Union überaus wünschenswert, aber ich kann nicht warten, bis die EU so weit ist", sagte Aelvoet. Mindestens zwölf Nobelpreisträger für Chemie und Medizin haben im Laufe der Jahre vor den Gefahren gewarnt, die Fluor für die menschliche Gesundheit darstelle.

Fluor härtet dem Bericht zufolge zwar den Zahnschmelz, entziehe Zähnen und Knochen aber Kalk und mache sie damit brüchiger. Skelettveränderungen, Osteoporose, Gelenkentzündungen und sogar Knochenkrebs könnten die Folge sein. Fluor könne sich auch negativ auf die Nerven und das Immunsystem auswirken und bei Kindern zu andauernder Müdigkeit, einem niedrigeren Intelligenzquotienten, Lethargie und Depressionen führen.

Die EU-Kommission in Brüssel reagierte am Dienstag überrascht auf das bevorstehende Verbot der fluorhaltigen Produkte in Belgien. "Wir werden den anderen EU-Mitgliedstaaten unseren Beschluss mitteilen in der Hoffnung, dass sie uns schnell folgen werden", sagte Aelvoet. Auch die Ärzte sollten über die Risiken von Fluor aufgeklärt werden. Mediziner und Apotheker reagierten laut belgischem Rundfunk zunächst mit Unverständnis auf die Pläne der Ministerin.

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