Gefahren in Afghanistan bestehen weiterhin
Keine völlige Lufthoheit

Nach sechstägigen Angriffen auf Ziele der Taliban und des El-Kaida-Terrornetzwerks in Afghanistan haben die USA nach den Worten von Verteidigungsminister Donald Rumsfeld noch keine völlige Lufthoheit erreicht. Es sei gelungen, die Kommunikation zu stören und die militärischen Fähigkeiten der Taliban einschließlich der Luftabwehr zu schwächen, sagte Rumsfeld am Freitag in Washington.

dpa WASHINGTON. Die Abwehrfähigkeiten seien "aber sicherlich nicht eliminiert" worden. Man habe auch mit einer Zahl terroristischer Trainingslager aufgeräumt und das Netzwerk geschwächt, doch bestünden weiter Gefahren.

Rumsfeld vertrat die Ansicht, dass es auch gelungen ist, die finanziellen Mittel der Terroristen zu verringern - "bisher nicht mit großen, aber täglich wachsenden Zahlen". Er bezog sich auf das Einfrieren von bisher 24 Mill. $ Guthaben verdächtiger Terroristen und ihrer Helfer. Auf einer "Schwarzen Liste" werden seit Freitag insgesamt 66 Personen, Firmen und Einrichtungen aufgeführt.

US-Generalstabschef Richard Myers teilte mit, dass am Donnerstag in Afghanistan sechs Zielgebiete angegriffen wurden. Darunter befanden sich nach seinen Angaben ein Trainingslager, ein Kasernengelände, Fahrzeuge und militärische Werkstätten. An den Angriffen waren rund 15 Kampfflugzeuge von Flugzeugträgern und zehn landgestützte Bomber beteiligt.

Am Freitag gingen die Aktivitäten mit geringerer Intensität weiter. Aus Rücksicht auf den Gebetstag der Muslims verzichteten US- Flugzeuge auf planmäßige Bombardements. Kampfpiloten waren nach Angaben des Pentagons jedoch befugt, sich bietende Ziele zu attackieren.

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