Gefahrguttransporte europaweit überwachen
Präzise Fahrzeugortung spart Zeit und Geld

Große Chemieunternehmen wie BASF, Bayer, Henkel, UCB, Degussa-Hüls, Hoechst oder Wacker-Chemie zählt Stephan Ziener, Prokurist bei der Internationalen Spedition Rinnen GmbH & Co. KG, Moers, zu den wichtigsten Auftraggebern. Immer mehr Kunden melden mittlerweile ihren Bedarf an der Laufverfolgung ihrer Produkte an.

DÜSSELDORF. Genau zu wissen, wann welcher Lkw mit welchen Produkten sich gerade wo befindet, spart nicht nur Zeit und Geld, sondern macht sich auch im Falle von Havarien bezahlt. Gefahrguttransporte sind besonders sensibel und überwachungsbedürftig.

Täglich sind 700 Fahrzeuge für Straßen- und Kombitransporte für Rinnen in Europa unterwegs. Flüssige Produkte für die Chemische Industrie, Kosmetik-, Pharma- und Waschmittelindustrie sind nur einige Beispiele für die Transporte, die das Unternehmen täglich quer durch Europa und teilweise durch die GUS-Staaten bis an die chinesische Grenze durchführt. Kombinierte Ladungen gehen von allen deutschen Häfen oder von Rotterdam und Amsterdam täglich per Schiff beispielsweise nach den USA oder Japan. Zur Großflotte von Rinnen gehören einschließlich der rund 400 Subunternehmer 700 Zugmaschinen, 1.000 Auflieger/Chassis und 2.500 eigene Tankcontainer. 160 Millionen Euro Umsatz pro Jahr macht das Unternehmen mit seinen 650 Mitarbeitern. Tochtergesellschaften in Frankreich, Großbritannien, Italien, den Niederlanden, Belgien, Polen, Spanien, Litauen und Ungarn garantieren die Nähe zu den verschiedenen europäischen Märkten.

50 Lkw mit fleetec III

Im Herbst 2001 bestand das Ortungssystem DATAfleet der datafactory AG, Leipzig, einen zweimonatigen Test mit sechs Lkw der Rinnen NL Leuna erfolgreich. Die Rainer im klassischen Mobilfunkgeschäft als Dienstleister für Großunternehmen wie Siemens, Verbundnetz Gas AG, Telekom, Sachsen LB, der Leipziger Wohnungsbaugesellschaft sowie den TÜV Süddeutschland Holding AG und seit 1995 auch im GPS/GSM Flottenmanagementgeschäft tätig, wurde von der Spedition Rinnen beauftragt, dort über 50 Lkw mit der neuen fleetec III Hardware und einer anspruchsvollen netzwerkgestützten DATAfleet Software auszurüsten. Beim Einbau stellen die Techniker von Koch sicher, dass auch nach Abziehen des Zündschlüssels, bevor die Stromzufuhr - wie gesetzlich vorgeschrieben - zum Betanken mit flüssigen Chemikalien unterbrochen wird, eine letzte Meldung des Ortungssystems abgesetzt wird. Die durch Koch eingesetzten GPS/GSM-Telematik-Ortungsgeräte Typ fleetec III der datafactory, die sich seit Jahren auf Flottensteuerung per Internet und Handy spezialisiert hat, erfüllen die Anforderungen an die elektrische Ausrüstung von Gefahrgut-Transport-Fahrzeugen nach Abschnitt 9.2.2 ADR.

SMS statt telefonieren

DATAfleet erleichtert die Disposition am Bildschirm, reduziert die Fehlerquote und garantiert ein Optimum an Sicherheit. Zum 1. April wurde am Standort Leuna die herkömmliche Disposition und Flottenkommunikation über Telefon eingestellt. Seitdem werden alle Ladeaufträge nur noch per SMS an die Fahrer gegeben, die ihrerseits mit einer SMS die entsprechenden Ladedaten zurück schicken. Eine intensive Schulung durch die Rainer stellte sicher, dass die Disponenten in Leuna mit dem neuen System DATAfleet absolut vertraut waren, als der Startschuß fiel. Ein Jahr lang wird das neue System nun auf Herz und Nieren geprüft, ehe es in 2003 bei Rinnen großflächig zum Einsatz kommt. Über die Leuna-Zentrale kann sich Ziener, verantwortlich für Rinnen Leuna, jederzeit und von jedem Ort einwählen, um einzelne Fahrzeuge zu verfolgen und sich einen eigenen Eindruck von der Leistungsfähigkeit des Systems zu verschaffen. Später einmal können auch die Kunden bei Bedarf einen klar definierten Zugang zum System erhalten, um sich unmittelbar über den Verlauf einzelner Touren zu informieren. Dafür steht dann das internetbasierte System WEBfleet von datafactory als Option zur Verfügung.

Der neue Bordcomputer fleetec III ist ein modernes und kompaktes GPS/GSM-System und bietet in nur einem Gerät umfassende Möglichkeiten für präzise Fahrzeugortung, direkte Kommunikation zwischen Fahrer und Disponent sowie transparente Auftragsverfolgung.

Alarmmeldungen aus dem Cockpit

Anders als das internetbasierte System WEBfleet bietet DATAfleet auch ohne Internetanschluß eine Vielzahl wichtiger Ortungs- und Kommunikationsfunktionen. Außer Positionsmeldungen durch zyklische und bei Bedarf zusätzliche manuelle Ortung können von der Zentrale Status- und Textinformationen empfangen werden. Unterwegs kann der Fahrer weitere Aufträge per SMS entgegen nehmen. DATAfleet informiert über den Zustand des einzelnen Fahrzeugs, zum Beispiel ob der Motor ein- oder ausgeschaltet ist. Notruf- oder Pannenmeldungen können per Knopfdruck aus dem Lkw losgeschickt, Servicetechniker oder Rettungsdienste alarmiert werden.

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