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Gefangene auf US-Stützpunkt im Hungerstreik

Auf dem kubanischen US-Militärstützpunkt Guantanamo sind nach Militärangaben am Donnerstag gefangen gehaltene Taliban- und El-Kaida-Kämpfer in den Hungerstreik getreten.

Reuters MIAMI. Rund ein Drittel der Gefangenen habe sich an der Aktion beteiligt, nachdem Wachen einen Gefangenen gezwungen hätten, seinen provisorisch hergerichteten Turban während des Gebets abzulegen, sagte ein US-Militärsprecher vom zuständigen Südkommando in Miami.

Auf dem Stützpunkt sind 300 Gefangene untergebracht, die die USA während ihrer Militäroperationen in Afghanistan gegen die radikal-islamischen Taliban und die El-Kaida-Gruppe des moslemischen Extremisten Osama bin Laden in ihre Gewalt gebracht hatte. "Heute Morgen haben 107 Häftlinge das Frühstück verweigert", sagte der Militärsprecher. Die Gefangenen seien wegen des Vorfalls vom Vorabend aufgebracht, als ein Gefangener den aus einem Handtuch oder Betttuch gefertigten Turban während des Gebets hätte ablegen müssen. Es sei den Gefangenen untersagt, einen Turban zu tragen, da darunter Waffen verborgen sein könnten, sagte der Sprecher weiter.

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