Gefangenen geht es den Umständen entsprechend
Kabul: Diplomaten wollen Inhaftierte erneut besuchen

afp KABUL. Nach ihrem ersten Besuch bei den acht in Afghanistan inhaftierten Ausländern dringen die westlichen Diplomaten auf ein weiteres Treffen. Die Gesandten aus Deutschland, Australien und den USA sagten am Dienstagmorgen vor neuen Gesprächen im "Außenministerium" der international nicht anerkannten Taliban-Regierung in Kabul, sie wollten einen zweiten Besuch bei den Shelter-Now-Mitarbeitern im Gefängnis verlangen.

Nach Angaben der Diplomaten geht es den vier Deutschen, zwei Australiern und zwei US-Bürgerinnen der christlichen Hilfsorganisation gut. Der erste Besuch der Gesandten am Montagabend hatte rund zwei Stunden gedauert. Auch Angehörige der beiden Amerikanerinnen wurden in die Jugendstrafanstalt gelasssen, in der die Gefangenen inhaftiert sind. Die Angehörigen - eine Mutter und ein Vater - wollten sich nicht öffentlich äußern.

Den Mitarbeitern von Shelter Now und ihren 16 afghanischen Kollegen wird Missionierung für das Christentum vorgeworfen. Sie sollen nach Abschluss der Ermittlungen vor ein islamisches Gericht gestellt werden. Den Afghanen droht die Todesstrafe. Für Ausländer sind aber geringere Strafen möglich.

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