Gefangenenaustausch
Israel will Hisbollah-Milizionär freilassen

Israel wird möglicherweise bereits in den nächsten Tagen einen seit fast 15 Jahren in Israel gefangenen Libanesen frei lassen.

dpa TEL AVIV. Damit sollten die Bedingungen für einen Austausch von Gefangenen zwischen Israel und der schiitischen Hisbollah-Miliz geschaffen werden, berichteten israelische Medien am Montag übereinstimmend. Die Entlassung des Libanesen sei unter Vermittlung eines deutschen Unterhändlers vereinbart worden.

Bei dem gefangenen Libanesen soll es sich um den Hisbollah - Milizionär Mohammed Barsaui handeln, der 1987 während eines Hisbollah-Angriffs gegen israelische Stellungen in Süd-Libanon festgenommen worden war. Barsaui sei bei schlechter Gesundheit, hieß es. Ein israelischer Armeesprecher bestritt jede Kenntnis von der bevorstehenden Entlassung.

Die israelische Regierung erhofft sich durch die humanitäre Geste Berichten zufolge Informationen oder sogar die Freilassung des israelischen Geschäftsmannes Elchanan Tennenboim, der im Oktober 2000 von der Hisbollah während einer Auslandsreise unter bisher ungeklärten Umständen entführt worden war.

Außerdem sollten sie zur Klärung des Schicksals von drei israelischen Soldaten beitragen, die ebenfalls im Oktober 2000 von der Hisbollah aus dem israelischen Grenzgebiet nach Libanon entführt worden waren. Die jungen Männer waren bei dem Zwischenfall schwer verwundet worden und wurden inzwischen von Israel offiziell für tot erklärt.

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