Gegen Barguti wird in in Tel Aviv verhandelt
Prozess gegen Intifada-Führer eröffnet

Das Bezirksgericht von Tel Aviv hat am Donnerstag den Prozess gegen den palästinensischen Intifada-Führer Marwan Barguti eröffnet. Der Chef der Fatah-Bewegung von Palästinenserpräsident Jassir Arafat im Westjordanland ist wegen mehrfachen Mordes und Mitgliedschaft in einer terroristischen Vereinigung angeklagt.

dpa/HB TEL AVIV. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 43-Jährigen vor, als "Chef von Terroristengruppen" für die Planung und Ausführung von Terrorakten gegen israelische Ziele sowie die Ausbildung von Extremisten verantwortlich zu sein. Sollte Barguti schuldig gesprochen werden, drohen ihm nach israelischen Berichten bis zu 142 Jahre Gefängnis.

Barguti lehnte es in der gut einstündigen Verhandlung ab, auf schuldig oder nicht schuldig zu plädieren. Zugleich teilte er den Richtern mit, dass er die Autorität des Gerichts nicht anerkenne, weil es die "Armee und Besatzung" vertrete. Nach Auffassung Bargutis wird internationales Recht verletzt, weil er als als Abgeordneter des palästinensischen Parlamentes vor ein israelisches Gericht gestellt werde. Zum Auftakt des Prozesses kam es zu tumultartigen Szenen, als Bargutis Kinder im Gerichtssaal zu ihm vordrängen wollten.

Bereits im Vorfeld des Prozesses hatte Barguti von einem politischen Prozess gesprochen.

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