Gegen den Branchentrend
Mercedes-Verkaufszahlen auf Rekordniveau

Während die deutschen Autobauer insgesamt über weniger Aufträge klagen, scheint das Geschäft bei Daimler-Chrysler sehr gut zu laufen. Der Stuttgarter Autokonzern hat in den ersten vier Monaten 2002 nach eigenen Angaben weltweit so viele Mercedes-Pkw verkauft wie noch nie.

rtr/dpa STUTTGART/FRANKFURT. Der Absatz sei von Januar bis April noch einmal leicht auf 365 500 Fahrzeuge gestiegen, teilte das Unternehmen am Montag mit. Allein im April seien mit 101 400 Pkw drei Prozent mehr abgesetzt worden als ein Jahr zuvor. In Deutschland legten die Verkaufszahlen dabei um drei Prozent auf rund 37 000 zu, in den ersten vier Monaten lag der Absatz den Angaben zufolge mit knapp 119 700 Autos auf dem Niveau des Vorjahres. Auf dem bisher flauen westeuropäischen Markt legte Mercedes-Benz im vergangenen Monat um acht Prozent zu.

Mehr als 13 800 verkaufte Einheiten der neu eingeführten E-Klasse und 3 200 abgesetzte SL bewertete Pkw-Vertriebsvorstand Joachim Schmidt als Erfolg.

Weniger Aufträge für deutsche Autobauer

Insgesamt erhielten die deutschen Autobauer erhielten in den ersten vier Monaten 2002 weniger Aufträge als vor Jahresfrist. "Unsicherheitsfaktoren wie der weitere Verlauf der Tarifrunde oder die Verteuerung der Mobilität belasten das Kaufverhalten", begründete dies der Verband der Automobilindustrie (VDA) am Montag in Frankfurt. Das Auftragsvolumen von Personenwagen blieb um sechs Prozent hinter dem Vorjahreswert zurück. Die Nachfrage im Inland fiel um fünf Prozent, die Auslandsbestellungen um sieben Prozent schwächer aus. Infolge der schwächelnden Nachfrage rollten nur 1,7 Mill. Personenwagen von den Bändern, zehn Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum. Der Export ging um neun Prozent auf 1,2 Mill. Einheiten zurück.

Die Zahl der Neuzulassungen lag im April mit schätzungsweise 303 000 zwar knapp drei Prozent über dem Ergebnis des Vorjahres. Doch im Vergleich zum März schwächten sich die Anmeldungen um vier Prozent ab. Das führte zu einem Vier-Monatsergebnis von zwei Prozent unter dem Vorjahreswert. "Die seit Mitte 1999 spürbare Absatzschwäche hat sich damit in den ersten Monaten dieses Jahres keineswegs grundlegend gebessert, wenngleich einzelne Marken eine erfreulich stabile Aufwärtsentwicklung zeigen", hieß es beim VDA.

Schwierig blieb auch das Nutzfahrzeuggeschäft. Die Aufträge bei den deutschen Transportherstellern lagen in den ersten vier Monaten um fünf Prozent unter dem Niveau des Vorjahres. Den Rückgang im Ausland um acht Prozent konnten die inländischen Bestellungen trotz einer Steigerung um zwei Prozent nicht ausgleichen. Es wurden 114 500 Fahrzeuge neu zugelassen - sieben Prozent weniger. Die Produktion brach um 18 % ein.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%