Gegen den Trend
Rückkaufprogramm beflügelt BASF-Aktie

Die BASF-Aktie hat im Handelsverlauf am Freitag gegen den Trend kräftig zugelegt, nachdem Europas größter Chemiekonzern die Fortsetzung seines Aktienrückkaufprogramms mitgeteilt hatte.

Reuters LUDWIGSHAFEN. Die Aktie gehörte mit einem Plus von 2,69 auf 36,97 Euro zu den stärksten Gewinner im Deutschen Aktienindex. Der Dax lag unterdessen mit 2,3 Prozent im Minus. Der Dow Jones Stoxx Chemicals-Index für die europäischen Chemiewerte verlor 0,03 Prozent auf 231 Punkte.

Der Ludwigshafener Chemiekonzern hatte zuvor mitgeteilt, bis Jahresende Aktien im Wert von rund 500 Millionen Euro zurückkaufen zu wollen. BASF werde bereits an diesem Freitag damit beginnen. Beim aktuellen Kurswert der Papiere von 36 Euro entspreche dies rund 2,4 Prozent der Marktkapitalisierung. BASF will nach früheren Angaben mit dem bereits angekündigten Aktienrückkaufprogramm seine Eigenkapitalquote senken und so seine Kapitalkosten verringern. Auch solle das Ergebnis je Aktie erhöht werden, hieß es. Konzernchef Jürgen Strube hatte sich Ende April auf der Hauptversammlung in Mannheim die Fortsetzung des Programms von den Aktionären genehmigen lassen. Die Ermächtigung ist bis zum 1. Oktober 2003 befristet.

In den vergangenen zwei Jahren hatte BASF eigene Anteilsscheine im Wert von zwei Milliarden Euro zurückgekauft, davon 1,3 Milliarden Euro im vergangenen Jahr. Damit habe BASF 2001 eines der größten Aktienrückkaufprogramme in Deutschland umgesetzt, hieß es weiter. Insgesamt habe BASF im vergangenen Jahr 30.775.000 eigene Aktien zum Kurs von durchschnittlich 42,22 Euro erworben. Dies habe rund fünf Prozent des Grundkapitals der BASF entsprochen. Die auf der Hauptversammlung erteilte Genehmigung erstreckt sich auf den Rückkauf von Aktien im Umfang von bis zu zehn Prozent des Grundkapitals.

Der Berliner Pharmakonzern Schering kündigte am Freitag ebenfalls den weiteren Rückkauf eigener Aktien an. Man wolle bis Jahresende auf Grund des beschlossenen Rückkaufprogramms eigene Aktien im Wert von 250 Millionen Euro erwerben, hieß es bei Schering. Weitere Details gebe es derzeit nicht, sagte ein Sprecher des Unternehmens. Auch die Schering-Aktie lag nach der Mitteilung mit 2,36 Prozent kräftig im Plus bei 47,66 Euro.

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