Gegen drohende Abschaltung
Napster fordert Fans zum Protest auf

ddp SAN FRANCISCO/WASHINGTON. Der Musiktauschdienst Napster will die Macht seiner mehrere Millionen Mitglieder nutzen, um politischen Druck auszuüben. Wie der Informationsdienst CNet am Dienstag berichtet, fordert Napster seine Fans auf, am 3. April nach Washington zu kommen, um dort gegen die drohende Abschaltung der Tauschplattform zu protestieren. Zur selben Zeit trifft sich dort der Rechtsausschuss des Senats, um über Napster und seine Praktiken zu beraten.

Napster selbst plant ein großes Live-Konzert mit Bands, die dem Tauschdienst wohl gesonnen sind. Im Stil eines "Teach-In" der 60-er Jahre will Napster den Politikern verdeutlichen, dass es eine falsche Entscheidung wäre, den Dienst abzuschalten oder das Tauschen von urheberrechtlich geschützter Musik für illegal zu erklären.

Im Streit zwischen der US-amerikanischen Musikindustrie und Napster hatte ein Gericht in San Francisco Anfang März entschieden, dass der Betreiber der Internet-Plattform den Tausch urheberrechtlich geschützter Musikstücke verhindern muss. Napster hatte daraufhin eine Filter-Software installiert, die 115 000 von den Musik-Verlagen genannte Musik-Dateien sperrt.

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