Gegen Präsident Akajew
Kirgisiens Opposition bildet Bündnis

Nach Unruhen in der zentralasiatischen Republik Kirgisien hat die Opposition ein Bündnis gegen Präsident Askar Akajew gebildet.

dpa/HB BISCHKEK/MOSKAU. "Reformen sind nur nach einem Rücktritt Akajews möglich, weil sein autoritäres System der Staatsführung in einer tiefen Krise steckt", sagte der Sprecher des Bündnisses, der Parlamentsabgeordnete Ismail Isakow, am Mittwoch nach Angaben der Agentur Interfax in Bischkek.

Die Lage in dem 4,6 Millionen Einwohner zählenden Gebirgsland ist seit dem Frühjahr instabil. Bei einer Kundgebung für einen inhaftierten Oppositionspolitiker im Bezirk Dschalal-Abad hatten Polizisten im März 5 Menschen erschossen und etwa 90 verletzt. Auch Gebietsabtretungen Akajews an den Nachbarn China hatten für Proteste der Bevölkerung gesorgt.

Das neue Bündnis aus 20 oppositionellen Parteien und Bewegungen forderte eine Stärkung des Parlaments und bis zur Wahl eines neuen Präsidenten vorübergehende Vollmachten für Regierungschef Nikolaj Tanajew. Kirgisien, in dem Truppen der internationalen Anti-Terror-Koalition für den Einsatz im nahe gelegene Afghanistan stationiert sind, galt lange Zeit als politisch stabil. In den letzten Jahren wandelte sich der studierte Physiker Akajew aber von einem demokratischen Hoffnungsträger für Zentralasien zu einem autoritären Herrscher.

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