Gegen US-Interessen
US-Zeitung: Irak plante Terroranschläge

Der Mann iranischer Nationalität, der seit Mai 2000 in Gefangenschaft von kurdischen Oppositionskräften im Nordirak ist, will über die Aufträge direkt aus dem engsten Kreis von Saddam Hussein informiert worden sein.Dies berichtet die angesehene amerikanische Zeitung "Christian Science Monitor" am Mittwoch.

dpa WASHINGTON. Wenn die Angaben stimmen, wäre es der erste Hinweis, dass der Irak in jüngster Zeit Terroranschläge gegen die USA plante. Der Mann, Mohamed Mansour Shahab, habe nach eigenen Angaben in den 90er Jahren Waffen und Sprengstoff für den Irak und das El Kaida - Terrornetzwerk von Osama bin Laden geschmuggelt, berichtete die Zeitung. Anfang 2000 sei er nach Ouija, den Geburtsort des irakischen Machthabers Saddam Hussein, bestellt worden. Dort hätten ihn der ehemalige Verteidigungsminister und Saddam-Cousin Ali Hassan al-Majid und ein Cousin und enger Freund von Saddam-Sohn Uday, Luai Khairallah, persönlich über die Pläne unterrichtet. Danach seien neun Anschläge geplant gewesen, für die der Irak angeblich bereits 16 Millionen Dollar bereitgestellt hatte.

Die beiden hätten ihm zunächst Sprengstoffanschläge auf amerikanische Kriegsschiffe vor Kuwait und im Golf aufgetragen, praktisch Kopien des Anschlags auf die USS Cole im Oktober 2000. Dabei waren im Hafen von Aden in Südjemen 17 Marinasoldaten getötet und 38 verletzt worden. Er habe die Boote besorgen und unter iranischer Flagge fahren sollen, die Iraker hätten den Sprengstoff liefern wollen, berichtete Shahab den Reportern der Zeitung. Die Pläne sahen vor, die Crew zu ermorden, und das Schiff irakischen Selbstmordattentätern zu überlassen.

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