Gegen weitere Debatten
Merkel will Ruhe um Schäuble

ddp BERLIN. Die CDU bemüht sich um ein Ende der Diskussion um ihren ehemaligen Vorsitzenden Wolfgang Schäuble als möglicher Kanzlerkandidat. CDU-Chefin Angela Merkel und der Vorsitzende der sächsischen CDU, Georg Milbradt, mahnten die Union am Freitag, die Personaldebatte nicht weiter zu betreiben.

Merkel sagte der "Bild"-Zeitung, im Interesse der gesamten Union sei "es weise, diese Diskussion nicht weiter zu befördern". Zugleich bekundete die Parteichefin ihre Verbundenheit mit ihrem Amtsvorgänger: "Jeder, der mich kennt, weiß, dass mir Wolfgang Schäuble sehr am Herzen liegt."

Dritter möglicher Kanzlerkandidat

Schäuble war am Mittwoch von CSU-Landesgruppenchef Michael Glos als dritter möglicher Kanzlerkandidat neben Merkel und Bayerns Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bezeichnet worden. Milbradt sagte, diese Personaldebatte sei "völlig zur Unzeit" begonnen worden. "Deswegen bedaure ich, dass Glos das gemacht hat", sagte er im Deutschlandradio Berlin. Milbradt fügte hinzu, er halte sowohl Schäuble als auch Merkel für geeignete Kandidaten. Bevor man jedoch über den Kanzlerkandidaten debattiere, solle sich die CDU auf die inhaltliche Profilierung im Wahlkampf konzentrieren.

Die Berliner Staatsanwaltschaft hatte am Donnerstag mitgeteilt, dass sie die Ermittlungen gegen Schäuble wegen des Verdachts auf uneidliche Falschaussage im Zusammenhang mit dem Parteispendenskandal eingestellt hat.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%