Gegenseitige Kapitalbeteiligungen werden geprüft
Industrie formt Allianzen für Heerestechnik und Marine

Ziel der strategischen Allianzen ist es, die Spitzenstellung sowie die Kernkompetenzen der deutschen Unternehmen in diesen Branchen zu sichern. Weitere deutsche und europäische Partner werden gesucht. Geprüft wird auch die Möglichkeit von gegenseitigen Kapitalverflechtungen.

Reuters BERLIN. Unternehmen der deutschen Rüstungsindustrie werden nach Angaben des Verteidigungsministeriums strategische Allianzen in der Heerestechnik und im Marineschiffbau bilden und prüfen dabei auch gegenseitige Kapitalbeteiligungen. Das Ministerium teilte am Wochenende in Berlin nach Gesprächen zwischen Bundeskanzler Gerhard Schröder und Verteidigungsminister Rudolf Scharping mit den Unternehmen mit, die Allianzen dienten dem Erhalt der Spitzenstellung deutscher Unternehmen in diesen Bereichen. Sie seien offen für weitere deutsche und auch europäische Partner.

In der acht Punkte umfassenden gemeinsamen Erklärung hieß es, die Bundesregierung messe der kontinuierlichen Investitionstätigkeit der Bundeswehr wesentliche Bedeutung bei. Ziel sei dabei, die Spitzenstellung sowie die Kernkompetenzen der Unternehmen der Heerestechnik und des Marineschiffbaus zu erhalten.

Danach bilden im Bereich Heerestechnik die Unternehmen Krauss GmbH&Co-MaffeiWegmann KG, Rheinmetall DeTc AG und Diehl Stiftung & Co eine strategische Allianz, um ihre technologischen Fähigkeiten zu harmonisieren und zu bündeln, wie es in der Erklärung weiter hieß. Geprüft werde auch die Möglichkeit einer gegenseitigen Kapitalverflechtung.

Im Bereich Marineschiffbau wollen sich danach die Babcock Borsig AG und Thyssen Krupp Industries AG zu einer Allianz zusammenschließen. Auch hier werde eine gegenseitige Kapitalverflechtung geprüft.

"Die Allianzen werden als entscheidendes Element für die Restrukturierung der europäischen Rüstungsindustrien angesehen", heißt es in der gemeinsamen Erklärung weiter. Die Allianzen seien offen für weitere deutsche und europäische, aber auch transatlantische Partner. Ein Betritt setze aber privatwirtschaftliche Unternehmensformen voraus. Schröder und Scharping waren nach den Angaben am Freitag mit Vertretern der genannten Unternehmen zusammengetroffen.

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