Gegenstimmen der Koalition
Böse neuer Innensenator in Bremen

Die Bremische Bürgerschaft hat am Mittwoch mit den Stimmen der Regierungsfraktionen von CDU und SPD den Christdemokraten Kuno Böse zum neuen Innensenator gewählt. In geheimer Wahl erhielt er 67 Ja- und 20 Nein-Stimmen, 7 Abgeordnete enthielten sich, ein Stimmzettel wurde nicht ausgefüllt.

dpa BREMEN. Außer der Opposition mit ihren 11 Abgeordneten stimmten auch 16 Mitglieder der Regierungsfraktionen nicht für Böse. Neben dem Innenressort übernimmt er das Kultur- und Sportressort.

Böse war nach der Wahl mit dem Ergebnis "hoch zufrieden". "Wer Profil hat, kriegt nicht alle Stimmen", sagte der 52-Jährige. Er sei ein Mann mit Ecken und Kanten. Der SPD-Fraktionschef Jens Böhrnsen hatte vor der Wahl angekündigt, "die SPD werde Böse zum Senator wählen". Zu einer Koalition gehöre, gegenseitige Personalentscheidungen zu respektieren.

Böse ist seit 1995 Mitglied der CDU und war in Berlin Staatssekretär für Inneres. Nachdem er Anfang 2000 das Amt verlor, wechselte er als Innenstaatsrat im Sommer an die Weser. Sein Chef, Senator Bernt Schulte (CDU), hatte im Mai 2001 seinen Rücktritt für Juli angekündigt. Daraufhin wurde Böse Wunschkandidat der Union.

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