Gehaltserhöhungen von fünf Prozent gefordert
Tarifstreit bei Post-Tochter DHL spitzt sich zu

Die Gewerkschaft Verdi plant trotz der Ankündigung der Geschäftsleitung der DHL Worldwide Express GmbH, den 2600 DHL-Beschäftigten in Deutschland ab Mai eine zweiprozentige Gehaltserhöhung zu zahlen, neue Warnstreiks bei der Post-Tochter.

Reuters DÜSSELDORF. Die Angebote und Ankündigungen der Arbeitgeber seien unzureichend, sagte eine Verdi-Sprecherin am Donnerstag. Deshalb könnte es weitere Warnstreiks geben. Bereits am Morgen hatten nach Gewerkschaftsangaben an den Standorten Bremen und Dortmund rund 70 DHL-Mitarbeiter die Arbeit niedergelegt. Verdi fordert Gehaltserhöhungen mit einem Gesamtvolumen von fünf Prozent und einen Verzicht auf Kündigungen.

DHL halte die Forderungen für "völlig unverhältnismäßig und realitätsfern", erklärte die Gesellschaft dagegen. Mit der zweiprozentigen Gehaltserhöhung wolle die Post-Tochter "ein positives und mitarbeiterfreundliches Signal" in den Gesprächen mit Verdi setzen. Zudem habe das Unternehmen angeboten, die Löhne und Gehälter gestaffelt bis Ende 2004 um insgesamt mehr als 3,5 Prozent anzuheben. Die Verdi-Sprecherin warf den Arbeitgebern indes vor, ihr Angebot schön zu rechnen. Nach Auffassung der Gewerkschaft laufe das Angebot wegen der zeitlichen Staffelung nur auf eine Erhöhung um 1,8 Prozent hinaus. Zudem wolle die Gewerkschaft über Beschäftigungssicherung verhandeln. Die Belegschaft sei "zornig", betonte die Sprecherin. Die nächste Verhandlungsrunde sei für den 7. und 8. Mai in Langen geplant.

DHL nimmt für die Deutsche Post eine zentrale Rolle ein. Der Bonner Konzern bündelt sein gesamtes Express- und Logistikgeschäft mit weltweit mehr als 150 000 Mitarbeitern unter dem Markendach der DHL. Dazu hat der Konzern am 1. April eine weltweite Kommunkationsoffensive gestartet. Verdi fürchtet, dass durch die Zusammenlegung Arbeitsplätze bei DHL gefährdet sind.

Serviceangebote
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%