Geheimdienst hörte Gespräche ab
Behörden nehmen bin Ladin-Anhänger in Florida ins Visier

Nach den verheerenden Terroranschlägen in New York und Washington gehen die US-Behörden einer möglichen Verwicklung des saudiarabischen Millionärs Osama bin Ladin nach. Der Geheimdienst hörte Gespräche zwischen Anhängern bin Ladins ab, die sich über die Anschläge unterhielten, wie der Senator von Utah, Orrin Hatch, am Dienstagabend mitteilte.

ap WASHINGTON. Aus Ermittlungskreisen verlautete, ein Teil der Untersuchungen konzentriere sich auf mögliche Anhänger des Terroristen in Florida. Mehrere Durchsuchungen würden vorbereitet, hieß es.

Unterdessen wurde bekannt, dass eine Flugbegleiterin und zwei Passagiere aus drei der vier abgestürzten Maschinen Angehörige beziehungsweise eine Notfallnummer anriefen und über jeweils ähnliche Vorkommnisse berichteten. Eine Frau auf dem American-Airlines-Flug Nummer 77 sprach demnach kurz vor dem Absturz aufs Pentagon mit ihrem Mann, einem führenden Mitarbeiter des Justizministeriums. Angaben der Ermittler zufolge sagte Barbara Olson, die Geiselnehmer hätten messerartige Waffen benutzt, um die Kontrolle über das Flugzeug zu erlangen. Sie hätten die Fluggäste in den hinteren Teil der Maschine getrieben.

Ein Geschäftsmann an Bord einer der betroffenen United-Airlines-Maschinen, die in Boston gestartet war und ins World Trade Center stürzte, telefonierte zwei Mal mit seinem Vater. Beide Male sei die Leitung zusammengebrochen, sagte der Vater später dem FBI. Beim ersten Anruf habe der Mann erzählt, dass eine Stewardess niedergestochen worden sei, hieß es in Ermittlungskreisen. Beim zweiten Telefonat habe er gesagt, das Flugzeug stürze ab.

Von Bord der zweiten Maschine, die ins World Trade Center raste, setzte eine Flugbegleiterin einen Notruf ab. Sie habe mitgeteilt, sie und ihre Kolleginnen seien mit einem Messer angegriffen worden, teilte eine Mitarbeiterin der American Airlines mit.

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