Geheimdienst: Hussein lebt
Amerikaner verstärken ihre Truppen in Bagdad

Die Amerikaner sind dabei, ihre Truppenpräsenz in Bagdad schnell zu verstärken. In den kommenden 48 Stunden werde die Zahl der Soldaten verdoppelt, sagte ein hoher Militär am Mittwoch dem US-Fernsehsender CNN.

HB/dpa BAGDAD/KUWAIT. Die Mehrheit der irakischen Kämpfer in der Stadt habe inzwischen aufgeben, hieß es weiter. Die US-Streitkräfte könnten sich "nach Belieben" in der Stadt bewegen und würden auf keinen organisierten, sondern nur noch auf sporadischen Widerstand treffen.

Amerikanische Streitkräfte stießen am Mittwoch in weitere Stadtteile von Bagdad vor. Der arabische TV- Sender El Arabija berichtete von Kämpfen im Viertel Karch am westlichen Tigrisufer. Der Sender El Dschasira meldete, US-Soldaten seien auch bereits im Stadtteil Saddam-City, der vor allem von Schiiten bewohnt wird. Die britische BBC sagte, die US-Truppen kämpften mittlerweile an drei Fronten in der 5-Millionenstadt. Laut dem US-Sender CNN kommen Einheiten auch von Südosten aus im Stadtgebiet weiter. Am Vortag hatten sie den Raschid-Militärflughafen eingenommen. Dort waren ihnen große Mengen von Kriegsmaterial in die Hand gefallen.

Die US-Streitkräfte befinden sich seit drei Tagen im Zentrum der Stadt. Die Masse steht auf dem Westufer des Tigris-Flusses. Aber auch von Südosten aus kommen die Amerikaner auf dem Stadtgebiet voran. Sie besetzten inzwischen dort einen Militärflugplatz.

Fernsehbilder aus der 5-Millionenstadt zeigten am 21. Kriegstag erstmal weitgehend verlassene Straßen. Es waren kaum Autos zu sehen. In den vergangenen Tagen gab es trotz der intensiven Kämpfe immer noch einen relativ intensiven Autoverkehr. Der Strom bleibt in vielen Stadtteilen unterbrochen. Auch das irakische Fernsehen sendet seit Dienstag nicht mehr.

Das Verbleiben von Machthaber Saddam Hussein bleibt weiter unklar, nachdem die US-Luftwaffe am Montag vier große Präzisionsbomben auf ein Haus geworfen hatte, in dem sie Saddam und seine Führungsgruppe vermutete. Es liegt in dem Stadtteil Mansur, der bisher noch nicht von US-Bodentruppen erreicht ist. Der britische Geheimdienst MI6 soll der Ansicht sein, dass Saddam das Treffen kurz vor dem Einschlag der Bomben verlassen hat, berichtete CNN.

In Basra, der zweitgrößten irakischen Stadt im Süden des Landes, bemühten sich britische Truppen, die zivile Lage in der Stadt unter Kontrolle zu bringen. Nach der Besetzung durch die Briten hatte es verbreitete Plünderungen gegeben. Im Nordirak bauen die Amerikaner ihre Truppenpräsenz weiter aus. Fernsehbilder von CNN zeigten, wie US-Panzer aus Transportmaschinen ausgeladen wurden. Sie kämen aus Deutschland, sagte CNN.

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