"Geheimnisverrat"
NBC feuert Peter Arnett nach Auftritt im irakischen TV

Peter Arnett sagte in einem Interview im irakischen Fernsehen, die US-Strategie sei wegen der überraschend starken Gegenwehr der Iraker fehlgeschlagen. Der Interviewer trug irakische Uniform.

HB/dpa WASHINGTON. Der US-Fernsehsender NBC hat seinen Korrespondenten in Bagdad, Peter Arnett, wegen eines Auftritts im irakischen Fernsehen gefeuert. Arnett war im Golfkrieg vor zwölf Jahren weltweit bekannt geworden, weil er als einer von wenigen Korrespondenten - damals für CNN - aus Bagdad berichtet hatte. Er war der erste, der vor knapp zwei Wochen aus Bagdad die ersten Raketeneinschläge und damit den Kriegsbeginn gemeldet hatte.

Arnett sagte in einem Interview im irakischen Fernsehen, die US-Strategie sei wegen der überraschend starken Gegenwehr der Iraker fehlgeschlagen. Die Militärstrategen arbeiteten in Washington an einer neuen Taktik. Der Interviewer trug irakische Uniform.

NBC hatte den Auftritt zunächst verteidigt. Nach scharfer Kritik anderer Journalisten in den USA machte der Sender am Montag eine Kehrtwende. "Es war falsch, dass Arnett dem irakischen Staatsfernsehen - besonders in Kriegszeiten - ein Interview gegeben hat", teilte der Sender am Montag mit. "Und es war falsch, dass er seine persönlichen Beobachtungen und Meinungen zur Sprache brachte. Deshalb wird Peter Arnett nicht mehr für NBC und MSNBC berichten."

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