"Geheimplan" existiert nicht
Entscheidung zu "ran" am Montag

Die Kirch-Gruppe und die Deutsche Fußball-Liga (DFL) stehen kurz vor der Lösung des "ran"-Problems. "Die Gespräche sind so weit fortgeschritten, dass wir am Montag eine Entscheidung bekannt geben können", sagt DFL-Sprecher Tom Bender.

dpa FRANKFURT/HANNOVER. Die Bundesliga-Zusammenfassung auf Sat.1 soll nach den immer schwächer gewordenen TV-Quoten an den ersten drei Spieltagen nicht mehr am Samstag um 20.15 Uhr, sondern wieder zu einem früheren Zeitpunkt beginnen. Als wahrscheinlich gilt eine Anfangszeit zwischen 18.45 und 19.15 Uhr bei einer Länge zwischen 60 und 90 Minuten.

Weder die DFL noch die Kirch-Gruppe als TV-Rechteinhaber und Mehrheitsgesellschafter von Sat.1 wollten sich am Freitag zu Details äußern. Als sicher gilt aber, dass Vertreter beider Seiten sich weitestgehend auf ein Modell geeinigt haben, das am Montag nur noch offiziell abgesegnet werden muss.

Vertrag zwischen Kirch und ARD hinfällig

Mit der erwarteten Vorverlegung von "ran" würde auch der Vertrag zwischen ARD und Kirch-Gruppe über die Nutzung von bewegten Bildern in der "Tagesschau" am Samstag um 20.00 Uhr hinfällig. Die Streitparteien hatten sich erst vor einer Woche nach langen Wirrungen und Drohungen geeinigt.

Erneut dementiert wurden am Freitag Gerüchte, wonach die Bundesligazusammenfassung von Sat.1 zur ARD wechseln werde. Ein entsprechender "Geheimplan" hatte für Verwirrung gesorgt, obwohl er schon am Donnerstag von mehreren Seiten dementiert worden war. Die ARD hatte wiederholt Interesse an den Bundesliga-Erstrechten für die Sportschau signalisiert, Veränderungen während der Saison aber stets ausgeschlossen. Auch ein Wechsel innerhalb des Hauses Kirch, etwa zu den Sendern DSF oder Pro Sieben, wurde von einem Unternehmens-Sprecher dementiert.

Außerordentliche Sitzung des DFL-Präsidialausschusses am Montag

Der DFL-Präsidialausschuss kommt am Montag in Frankfurt wegen der "ran"-Krise zu einer außerordentlichen Sitzung zusammen. An dem Treffen nehme kein Vertreter der Kirch-Gruppe teil, sagte DFL-Sprecher Bender. Die sechs Präsidiumsmitglieder treffen sich nach Benders Angaben mit den drei DFL-Geschäftsführern sowie einem Vertreter des Deutschen Fußball-Bundes (DFB). Bei dem DFB-Vertreter handele es sich nicht um Präsident Gerhard Mayer-Vorfelder, sondern voraussichtlich um Generalsekretär Horst R. Schmidt. Die DFL, deren Verhandlungsführer bis Montag weitere Details mit der Kirch-Gruppe abstimmen, muss der Verlegung von "ran" zustimmen.

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