Geheimprogramm: Bush plant den Cyber-Krieg

Geheimprogramm
Bush plant den Cyber-Krieg

US-Präsident George Bush hat die Entwicklung einer Richtlinie für einen Angriff auf feindliche Computersysteme angeordnet.

HB/cra DÜSSELDORF. Laut einem Bericht der Washington Post ist dies die erste Richtlinie auf nationaler Ebene, die Bedingungen und Vorgehensweisen für einen Cyber-Angriff festschreibt. Bisher hätten die USA noch keinen derartigen Angriff in größerem Umfang gestartet, aber das Pentagon bereite sich durch die Richtlinie offenbar auf den Tag vor, an dem Angriffe auf Computernetzwerke Bestandteil der Kriegsführung sein werden.

"Wir haben Möglichkeiten, wir haben Organisationen, aber wir haben noch keine ausgearbeitete Strategie und Vorgehensweise", sagt Richard A. Clarke, der vergangene Woche als Berater des Präsidenten für Cyberspace-Sicherheit zurückgetreten ist. Es wird darüber spekuliert, dass George Bush im Falle eines Irakkrieges einen Angriff auf die feindlichen militärischen Computersysteme plant.

Das nationale Cyber-Arsenal der USA unterliege einer noch größeren Geheimhaltung als das Atomwaffenprogramm. Die verschiedenen Programme seien streng voneinander getrennt, sodass sich über den vollen Umfang der Kapazitäten nur spekulieren lasse. Bei einem Treffen von Offiziellen des Weißen Hauses mit externen Fachleuten vergangenen Monat am Massachusetts Institute of Technology seien jedoch auch Vorbehalte gegen einen Cyberangriff geäußert worden. Die USA selbst seien stark auf Computernetzwerke angewiesen, sodass ein potenzieller Gegenangriff schwerwiegende Folgen haben könnte.

www.washingtonpost.com

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