Geiseln angeblich wohlauf
Erste deutsche Geisel im Sudan freigelassen

Die intensiven Bemühungen zur Freilassung des zweiten Deutschen würden fortgesetzt, sagte ein Sprecher des Auswärtigen Amts.

HB BERLIN. Einer der beiden deutschen Entführten im Südsudan ist frei. Mit einem UN-Flugzeug landete Donnerstag vormittag ein weißer Mann mittleren Alters auf dem Flugplatz der grenznahen nordkenianischen Stadt Lokichokio. Zusammen mit einem Vertreter der Deutschen Botschaft in Nairobi verließ er den Flugplatz in einem UN-Fahrzeug. Der Mann habe müde, aber unversehrt gewirkt und konnte ohne fremde Hilfe gehen, beobachteten Augenzeugen. Das Auswärtige Amt in Berlin bestätigte die Freilassung.

Der in der Nacht zu Montag zusammen mit einem deutschen und einem kenianischen Kollegen gekidnappte Entwicklungshelfer der Organisation World Vision war mit Hilfe eines UN-Sicherheitsbeauftragten nach Lokichokio geholt worden. Unbestätigten Meldungen zufolge war der Mann nach seiner Verschleppung aus einem Camp in der Ortschaft Waat in der Upper Nile Region von seinen beiden Kollegen getrennt worden. Auf bislang ungeklärte Weise sei es ihm gelungen, sich bei einer mit den Kidnappern konkurrierenden Rebellenfraktion in Sicherheit zu bringen. Ein erster Versuch, ihn auszufliegen, war Mittwochabend gescheitert, weil die Landepiste im Südsudan nach heftigen Regenfällen unter Wasser stand.

Auch die beiden anderen Geiseln des Rebellen-Anführers Simon Gatwich sollen wohlauf sein. "Wir stehen mit ihnen in ständigem Funkkontakt", sagte ein Verbindungsmann. "Wenn die Entführer zustimmen, werden wir ihnen heute einen Versorgungsflug schicken." Die Vermittler hoffen jedoch auch auf ihre baldige Freilassung.

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