Geiseln sind "weiterhin in einer prekäreren Situation"
Berlin ist erleichtert über die Befreiung

Nach der Befreiung von 17 in Algerien entführten Sahara-Touristen sorgt sich die Bundesregierung um die noch verschwundenen 15 Geiseln. Sie seien "weiterhin in einer prekären Situation", sagte der Vize-Regierungssprecher Thomas Steg am Mittwoch in Berlin. Alle Bemühungen konzentrierten sich darauf, ihr Leben und ihre Unversehrtheit zu sichern.

HB/dpa DÜSSELDORF/BERLIN. Erleichtert zeigte sich die Regierung über die Befreiung der 17 Menschen, darunter sind 6 Deutsche. Fünf stammen nach einem Bericht des Bayerischen Rundfunks (BR) aus Bayern. Ein weiterer soll ein Hobby-Archäologe aus Norddeutschland sein, wie die dpa aus sicherer Quelle erfuhr. Ein weiterer befreiter Urlauber ist ein Schwede, der in Deutschland lebt.

Sie werden von Außenstaatssekretär Jürgen Chrobog abgeholt und sollen am Nachmittag auf dem Bundeswehrflughafen in Köln/Wahn landen. Die sechs Deutschen seien den Umständen entsprechend in guter Verfassung. Dennoch seien an Bord der Maschine auch Mediziner und Psychologen.

Zehn Deutsche sind noch in der Hand der Entführer. Das deutsche Außenministerium hat keine Erkenntnisse über mögliche Opfer unter den Geiseln bei einer Befreiungsaktion in der Sahara. Ein Bericht der algerischen Zeitung "El Watan" entspreche nicht dem Kenntnisstand des Auswärtigen Amtes, sagte ein Sprecher. Offenbar waren die insgesamt 32 europäischen Geiseln in zwei Gruppen aufgeteilt worden. Das Entführungsdrama hatte vor knapp drei Monaten begonnen.

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